Panorama Jerusalem (Foto: Christyn/CC BY-NC-ND)

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Vorstandsmitglied Dr. Andreas Goetze wird Landespfarrer für den interreligiösen Dialog der EKBO

Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz hat Dr. Andreas Goetze zum Landespfarrer für den interreligiösen Dialog berufen. Goetze ist seit 1994 Vertrauensmann und seit 2010 Vorstandsmitglied des Jerusalemsvereins.

Dr. Andreas Goetze (47) studierte von 1983 bis 1989 in Heidelberg, Tübingen, Mainz und Frankfurt am Main Evangelische Theologie, Philosophie und Judaistik. Von 1990 bis 1992 absolvierte er in Oberursel das Vikariat, die Vorbereitung für den Pfarrberuf. Ein Spezialvikariat führte den Theologen 1992 bis 1993 ins Heilige land; nach Bethlehem, Beit Jala und Jerusalem. Seit 1995 ist er Gemeindepfarrer in Rodgau-Jügesheim bei Frankfurt am Main; 2007 verbrachte er ein Studiensemester in Beirut.

Der Pfarrer für den interreligiösen Dialog hat die Aufgabe, theologische Grundsatzfragen im jüdisch-christlichen und im christlich-islamischen Dialog zu bearbeiten und den Bischof, die Pröpstin sowie kirchenleitende Gremien in Fragen des interreligiösen Gesprächs zu beraten. Er initiiert interreligiöse Begegnungen, führt Bildungsveranstaltungen durch und berät Kirchenkreise sowie Kirchengemeinden. Weiterhin pflegt er die Beziehungen zur jüdischen Gemeinde, zu muslimischen, buddhistischen und anderen Dachverbänden, Gemeinden und Gruppen. Die Stelle im Berliner Missionswerk wird zum 1. Juni 2012 erstmals besetzt.

Bischof Dr. Markus Dröge betonte, dass die Landeskirche mit der Neueinrichtung der Stelle der zunehmenden Bedeutung des interreligiösen Gesprächs Rechnung trage: „Die mulitireligiöse Situation insbesondere in Berlin erfordert offene Gespräche und ein vertieftes Kennenlernen. Es gilt, die bereits vorhandenen Gesprächsfäden aufzugreifen, zu bündeln und neue Kontakte zu knüpfen. Der interreligiöse Dialog leistet einen sichtbaren Beitrag zur Verbesserung des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft. Nicht zuletzt wird die Begegnung mit Vertretern anderer Religionen die Sprachfähigkeit über den eigenen Glauben in den Gemeinden fördern.“

Andreas Goetze ist unter anderem Mitglied in der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, der Konferenz für Islamfragen in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. 2011 erschien seine Promotion mit dem Titel: „Religion fällt nicht vom Himmel – Die ersten Jahrhunderte des Islams“, in der er der Frage nachgeht, wie Judentum, Christentum und Islam zusammenhängen und was sie wirklich trennt.


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