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	<title>Jerusalemsverein im Berliner Missionswerk</title>
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		<title>Palästinensischer Künstler Sliman Mansour  gestorben</title>
		<link>https://www.jerusalemsverein.de/palaestinensischer-kuenstler-sliman-mansour-ist-gestorben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[henrikweinhold1007]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Aug 2026 06:51:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>28.08.2026 &#124; Sliman Mansour, der bedeutendste palästinensische Künstler seiner Generation, starb am 24. August 2026 im Alter von 79 Jahren. Sein Werk wurde durch den gewaltfreien Kampf gegen die israelische Besatzung und die Suche nach einer palästinensischen Identität geprägt.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">28.08.2026 | Sliman Mansour, der bedeutendste palästinensische Künstler seiner Generation, starb am 24. August 2026 im Alter von 79 Jahren. Sein Werk wurde durch den gewaltfreien Kampf gegen die israelische Besatzung und die Suche nach einer palästinensischen Identität geprägt.</p>



<span id="more-24121"></span>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Er war der Grandseigneur der palästinensischen Kunstwelt: Der am 27. Juli 1947 in Birzeit geborene Sliman Mansour prägte die Ikonographie seiner Heimat nachhaltig und trug maßgeblich dazu bei, dass sich eine zeitgenössische palästinensische Kunstszene entwickelte, die auch international Beachtung findet. Er starb am 24. August 2026 in seinem Haus in Ostjerusalem.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch seine Verbindungen zum Jerusalemsverein und dem Berliner Missionswerk erlangte sein Werk auch in Deutschland Bekanntheit. Besonders eng verbunden war Mansour mit der Schule Talitha Kumi in Beit Jala. Seine jahrzehntelange freundschaftliche Beziehung zur Schule hinterließ sichtbare Spuren: Das Logo Talitha Kumis lehnt sich an das Gemälde „Symbol of Hope“ an; bei den Andachten in der Schulkirche richtet sich der Blick aller Teilnehmenden auf ein großes Mosaikbild Mansours, und ein Reliefbild ziert eine Außenwand der Schule. Auch der Entwurf der neuen Talitha-Kumi-Skulptur vor dem Haupteingang stammt von dem Künstler.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein ikonisches Gemälde: Sliman Mansours „Lastenträger“</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es heißt, dass nahezu jeder Palästinenser das Gemälde „Camel of Hardships“ („Lastenträger der Mühsal“) von Sliman Mansour kennt. Seine beispiellose Verbreitung als Poster, Postkarte oder T-Shirt machte das 1973 gemalte Bild zu einer palästinensischen Ikone. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gemälde zeigt einen Mann, der die Stadt Jerusalem wie einen Sack mit einem Lastengurt auf dem Rücken trägt. Der unter der Last stark gebückt laufende Lastenträger hat übergroße Arme, Hände und Füße. Er selbst, der gespenstische, leere Boden und der Himmel werden in fahlen Farben gehalten. Das Abbild Jerusalems mit dem optisch dominierenden Felsendom strahlt dagegen. Es hat die Form eines Auges oder Augapfels als Symbol für etwas besonders Kostbares. Das Bild drückt die überragende Bedeutung aus, die Jerusalem für die Palästinenser und ihre Identität hat. Für die meisten ist die Stadt durch Vertreibung, Exil und Abriegelung nur in der Erinnerung lebendig – die zur riesigen Last wird, aber auch einen Funken Hoffnung auf ein frei zugängliches Jerusalem in Friedenszeiten erhält.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large has-custom-css wp-custom-css-5aaf7e05"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="349" height="480" src="https://www.jerusalemsverein.de/wp-content/uploads/sliman-mansour-camel-of-hardships-349x480.jpg" alt="Gemälde „Lastenträger der Mühsal“ (1973) von Sliman Mansour: Das Gemälde zeigt einen Mann, der die Stadt Jerusalem wie einen Sack mit einem Lastengurt auf dem Rücken trägt. Der unter der Last stark gebückt laufende Lastenträger hat übergroße Arme, Hände und Füße. Er selbst, der gespenstische, leere Boden und der Himmel werden in fahlen Farben gehalten." class="wp-image-24127" srcset="https://www.jerusalemsverein.de/wp-content/uploads/sliman-mansour-camel-of-hardships-349x480.jpg 349w, https://www.jerusalemsverein.de/wp-content/uploads/sliman-mansour-camel-of-hardships-225x309.jpg 225w, https://www.jerusalemsverein.de/wp-content/uploads/sliman-mansour-camel-of-hardships.jpg 360w" sizes="(max-width: 349px) 100vw, 349px" /><figcaption class="wp-element-caption">„Lastenträger der Mühsal“ (1973)</figcaption></figure>
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<p class="wp-block-paragraph" style="font-style:normal;font-weight:400">Mansour malte drei Versionen des Gemäldes „Jamal Al-Mahamel“ &#8211; so der arabische Titel. Die erste Version von 1973 galt längere Zeit als verschollen. 2015 kündigte das Auktionshaus Christie’s als Highlight seiner Frühjahrsauktion in Dubai die Versteigerung der zweiten Version an. Nach der Veröffentlichung des Katalogs meldete sich ein Sammler aus London, der glaubte, die erste Version zu besitzen, was spätere Untersuchungen bestätigten. Die Version, die in Dubai versteigert wurde, war in Wahrheit die dritte, etwas farbigere Version von 2005. Und die zweite? Diese Version von 1975 erwarb interessanterweise der libysche Diktator Muammar al-Gaddafi. Das Gemälde wurde 1986 bei einem US-Militärschlag gegen Libyen vernichtet.</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Kindheit in der Region Bethlehem</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Künstler wurde am 27. Juli 1947 in Birzeit, einem Dorf nördlich von Ramallah, geboren. Nach dem frühen Tod seines Vaters zog die Mutter mit ihren sechs Kindern nach Jerusalem. Sliman besuchte in Bethlehem die lutherische Schule und lebte im benachbarten Beit Jala im Jungeninternat. Seine künstlerische Begabung zeigte sich früh, und er wurde von dem deutschen Kunstlehrer Felix Theis gefördert. Als Jugendlicher verdiente er sich mit dem Malen von Porträts nach der Vorlage von Fotos sein Taschengeld. Mit fünfzehn Jahren gewann der Schüler einen hochdotierten UN-Kinder-Malwettbewerb. Nach dem Abschluss der Schule studierte er in Westjerusalem an der renommierten Bezalel-Akademie.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Künstlerischer Kampf gegen Besatzung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sliman Mansour war Mitbegründer und langjähriger Vorsitzender der Künstlervereinigung „Rabita“, die ab 1975 in den besetzten palästinensischen Gebieten Ausstellungen organisierte und Kunstreproduktionen verbreitete. 1979 eröffnete er zusammen mit Isam Bader und Nabil Anani die „Galerie 79“, die erste Kunstgalerie in Ramallah. Im September 1980 wurde dort eine Ausstellung mit Bildern Mansours vom israelischen Militär kurz nach der Eröffnung geschlossen und die Galeristen verhört. Auch in den folgenden Jahren geriet Mansour in Konflikt mit der israelischen Militärverwaltung. Er wurde häufig verhört und mehrmals wegen Volksverhetzung angeklagt und zu kürzeren Haftstrafen verurteilt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mansour ließ sich jedoch nicht davon abhalten, weiterhin kritische Ausstellungen zusammen mit palästinensischen sowie auch linken israelischen Künstlern zu organisieren. Sie trugen Titel wie „Nieder mit der Besatzung“ (1985) oder „Für die Entstehung eines palästinensischen Staates“ (1987). 1992 war Mansour Mitbegründer des Al-Wasiti-Kunstzentrums, das 1994 in Jerusalem mit ihm als Direktor offiziell eröffnet wurde und viele Jahre zu einem wichtigen Instrument der Förderung palästinensischer Kunst wurde. Neben seiner zentralen Rolle bei der Organisation der palästinensischen Kunstwelt erwarb er sich Verdienste als Dozent in der Förderung des künstlerischen Nachwuchses, u. a. an der Al-Quds-Universität, und erforschte die palästinensische Kultur. Er veröffentlichte zwei Bücher über palästinensische Folklore mit einem Schwerpunkt auf der traditionellen Kleidung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kunst zwischen Politik und Gesellschaft</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das künstlerische Werk von Mansour hatte starke gesellschaftliche Bezüge und war explizit politisch. Stilistisch hatten viele Gemälde eine Nähe zum Sozialistischen Realismus, etwa Werke, die Menschen bei der Landarbeit zeigen. Eine überragende Stellung nahmen Frauenbildnisse in seinem Œuvre ein. Die abgebildeten Frauen waren lebensspendend; sie ernährten und bewahrten. Mansour setzte sich in einer patriarchalisch geprägten Gesellschaft mit diesen Werken konsequent für die Würde der Frauen ein. „Eine Frau trägt Jerusalem“ (1979) war das Gegenstück zum „Lastenträger der Mühsal&#8220; (1973). Hier ruht eine kreisrunde Repräsentation von Jerusalem in den Armen einer Frau und hält die Erinnerung an ein frei zugängliches Jerusalem in Friedenszeiten wach.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="720" height="480" src="https://www.jerusalemsverein.de/wp-content/uploads/rituale-unter-besatzung-sliman-mansour.jpg" alt="Das Gemälde „Rituale unter der Besatzung“ (1989) von Sliman Mansour zeigt eine Menschenmenge, die ein riesiges Steinkreuz mit aufgemalter palästinensischer Flagge wie einen Sarg trägt. " class="wp-image-24128" srcset="https://www.jerusalemsverein.de/wp-content/uploads/rituale-unter-besatzung-sliman-mansour.jpg 720w, https://www.jerusalemsverein.de/wp-content/uploads/rituale-unter-besatzung-sliman-mansour-495x330.jpg 495w, https://www.jerusalemsverein.de/wp-content/uploads/rituale-unter-besatzung-sliman-mansour-225x150.jpg 225w, https://www.jerusalemsverein.de/wp-content/uploads/rituale-unter-besatzung-sliman-mansour-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 720px) 100vw, 720px" /><figcaption class="wp-element-caption">„Rituale unter der Besatzung“ (1989)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Bei vielen Werken erschließt sich ein politisches Anliegen Mansours auf den ersten Blick: „Tag der Gefangenen“ (1980) zeigt eine palästinensisch schwarz-weiße gemusterte Taube, die die Stäbe eines Gefängnisfensters durchbricht, und „Rituale unter der Besatzung“ (1989) zeigt eine Menschenmenge, die ein riesiges Steinkreuz mit aufgemalter palästinensischer Flagge wie einen Sarg trägt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei anderen Werken überwiegt eine subtile künstlerisch-emotionale Durchdringung eines Themenkreises, der sich um die Vertreibung der Palästinenser aus ihren Dörfern im Jahr 1948, die israelische Besatzung der Westbank nach dem Sechstagekrieg 1967 und den Folgen für die Palästinenser dreht. Dazu gehört „Beit Dajan“ (1988), ein kleinformatiges Werk, bei dem Mansour auch Naturmaterialien wie Lehm und Kokosfasern benutzte. Das Bild zeigt mit einer abstrakten Formensprache die Kartographie eines nach der Vertreibung zerstörten Dorfes und hält die Erinnerung an ein Dorfleben inmitten der Natur wach. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit „Birzeit“ (2006) porträtierte Mansour sein Heimatdorf. Es ist ein großformatiges, farbloses Werk aus Lehm mit einer vertikalen Dreiteilung: Links und rechts sind die Umrisse eines Mannes zu sehen, in der Mitte eine Olivenbaumplantage. Der Mann scheint links in das Bild hineinzugehen und rechts aus ihm herauszutreten. Die drei Teile werden durch Trennlinien und eine unterschiedliche Struktur der Lehmstücke hart voneinander getrennt. Das Bild strahlt Abgrenzung, Fragmentierung und Trostlosigkeit aus. Mensch und (ökonomisch genutzte) Natur sind voneinander abgetrennt. So sah Mansour seine Heimat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neue künstlerische Periode: Mansours Arbeiten mit Naturmaterialien</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Arbeiten Mansours mit Naturmaterialien wie Lehm wurde ein Einfluss der Großmutter mütterlicherseits deutlich, mit der er in seiner Jugend viel Zeit verbrachte. Sie war eine Töpferin, die Tonkrüge herstellte und häufig das Haus ihrer Familie mit traditionellen Baumaterialien – Stroh und Lehm – ausbaute und instand hielt. Nachdem die Israelis 1996 die Einfuhr palästinensischer Früchte und anderer Waren verboten hatten und Mansour sowie andere palästinensische Künstler beschlossen, keinen Künstlerbedarf wie Ölfarben mehr in Israel zu kaufen, wurde die Arbeit mit traditionellen einheimischen Materialien für ihn zum Konzept. Es entstanden Werke aus Lehm mit einer bewusst brüchigen Oberfläche, die die Brüche und Fragmentierungen im palästinensischen Leben widerspiegelten. </p>



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<figure class="wp-block-image size-large has-custom-css wp-custom-css-a5cecc81"><img decoding="async" width="349" height="480" src="https://www.jerusalemsverein.de/wp-content/uploads/sliman-Mansour-Ich-Ismael-1996-Detail-349x480.jpg" alt="„Ich, Ismael“ (1996) von Sliman Mansour: Man sieht einen Ausschnitt des Werkes. Ein aus Lehm geformtes Gesicht ragt als Relief heraus. Der Lehm weist viele Bruchstellen auf." class="wp-image-24129" srcset="https://www.jerusalemsverein.de/wp-content/uploads/sliman-Mansour-Ich-Ismael-1996-Detail-349x480.jpg 349w, https://www.jerusalemsverein.de/wp-content/uploads/sliman-Mansour-Ich-Ismael-1996-Detail-225x309.jpg 225w, https://www.jerusalemsverein.de/wp-content/uploads/sliman-Mansour-Ich-Ismael-1996-Detail.jpg 360w" sizes="(max-width: 349px) 100vw, 349px" /><figcaption class="wp-element-caption">Detail aus „Ich, Ismael“ (1996)</figcaption></figure>
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<p class="wp-block-paragraph" style="font-style:normal;font-weight:400">Zu diesen Werken gehörte auch eine Reihe von Selbstporträts wie „Ich, Ismael“ (1996). Auf einer rechteckigen, mit Lehm bedeckten Holzplatte ist das modellierte Relief eines Mannes zu sehen. Im Sand liegend und mit faustgroßen Steinen umringt hat dieses Selbstporträt den Charakter einer Installation, die vielfältige Assoziationen weckt, zum Beispiel die eines Grabes. Im biblischen Schöpfungsbericht wurde Adam, der Mensch, aus Erde gemacht, und ihm wurde gesagt, dass er wieder zur Erde werden solle. Der Titel „Ich, Ismael“ bezieht sich auf eine biblische Gestalt, den erstgeborenen Sohn Abrahams, der zum Stammvater der Araber wurde.</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Überall Fragmentierung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Um die Frage, wie die Besatzung Palästinenserinnen und Palästinenser prägt, dreht sich auch eine Werkgruppe aus dem Jahr 2009 („Qalandia Checkpoint“, „Between the Wall Pieces“ u. a.). Sie stellt Menschen dar, die an den Checkpoints warten und dabei geradezu einfrieren. Mansour zeigt, wie die Checkpoints, Mauern und Grenzanlagen die Landschaft, die Menschen und ihr Alltagsleben verändern und prägen. Es wird deutlich, wie stark die Zeit der Palästinenser fremdbestimmt ist und ihre Bewegungsfreiheit eingeschränkt wird. Auf dem Gemälde „At the Wall“ verschmelzen drei Personen als Statuen mit Mauerfragmenten: Aus der Fragmentierung des Landes folgt eine Fragmentierung der Gesellschaft.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sliman Mansours Wandgemälde im Palästinensischen Museum</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sliman Mansour war auch in seinen späten Jahren sehr produktiv. Dabei kehrte er einerseits zum Stil seiner realistischen Arbeiten aus den 70er und 80er Jahren zurück, andererseits zu den abstrakten Werken aus Naturmaterialien. Eine seiner letzten Arbeiten war ein großes Wandrelief (12 x 6 Meter) aus Lehm im Palästinensischen Museum. „On the Wing of an Angel“ stellt eine abstrakte Landkarte der Jerusalemer Altstadt dar. Es gehört zu einer im Dezember 2024 eröffneten Ausstellung in dem Kunstmuseum, für die auch langjährige künstlerische Weggefährten Mansours große Wandgemälde schufen: Nabil Anani, Tayseer Barakat und Vera Tamari. Mit ihnen gründete Mansour in der Zeit der Ersten Intifada die Künstlergruppe „New Visions“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit seiner Kunst berührte Sliman Mansour viele Menschen und inspirierte Generationen von palästinensischen Künstlerinnen und Künstlern. „Der Welt hinterlässt er ein Leben voller Schönheit und Erinnerungen sowie ein Vermächtnis, das durch all jene Menschen weiterleben wird, deren Leben er geprägt hat“, erklärte seine Familie nach seinem Ableben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Henrik Weinhold</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Titelbild: <br>Links: Sliman Mansour vor der von ihm entworfenen Talitha-Kumi-Skulptur auf dem Schulgelände. Rechts: „Eine Frau trägt Jerusalem“ (1979) </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Quellen und Links</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.thenationalnews.com/arts/highlight-of-christies-auction-is-suleiman-mansours-jamal-al-mahamel-iii-camel-of-burdens-1.37533">Highlight of Christie’s auction is Suleiman Mansour’s Jamal Al Mahamel III (Camel of Burdens)</a><br>The National, 17.03.2015</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.palmuseum.org/en/about/press-and-media/news/palestinian-museum-unveils-murals-artists-new-visions-group" data-type="link" data-id="https://www.palmuseum.org/en/about/press-and-media/news/palestinian-museum-unveils-murals-artists-new-visions-group" target="_blank" rel="noreferrer noopener">The Palestinian Museum Unveils Murals by Artists of the “New Visions&#8220; Group</a><br>The Palestinian Museum, 09.12.2024</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://palmuseum.org/en/node/4508">On the Wing of an Angel</a><br>The Palestinian Museum, 2024</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.instagram.com/sliman.mansour/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Instagram-Seite von Sliman Mansour</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Faten Nastas Mitwasi (2008): Sliman Mansour. Michael Imhof Verlag, Petersberg.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Bundesverdienstkreuz für stellvertretende Vorsitzende Sybille Möller-Fiedler</title>
		<link>https://www.jerusalemsverein.de/bundesverdienstkreuz-fuer-stellvertretende-vorsitzende-sybille-moeller-fiedler/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[henrikweinhold1007]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 2026 07:33:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>26.08.2026 &#124; Für ihre langjährige ehrenamtliche Arbeit im Jerusalemsverein sowie für die Kirche und die CDU hat der Bundespräsident der stellvertretenden Vorsitzenden Sybille Möller-Fiedler das Bundesverdienstkreuz verliehen. Die Auszeichnung wurde ihr am 24. August 2026 von Staatsrat Jan Pörksen im Hamburger Rathaus überreicht.</p>
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]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">26.08.2026 | Für ihre langjährige ehrenamtliche Arbeit im Jerusalemsverein sowie für die Kirche und die CDU hat der Bundespräsident der stellvertretenden Vorsitzenden Sybille Möller-Fiedler das Bundesverdienstkreuz verliehen. </p>



<span id="more-24106"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Sybille Möller-Fiedler wurde am 24. August 2026 das Bundesverdienstkreuz von Staatsrat Jan Pörksen im Hamburger Rathaus überreicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die stellvertretende Vorsitzende des Jerusalemsvereins ist seit einem Freiwilligendienst bei Holocaustüberlebenden 1982/1983 und einem Schüleraustausch ihrer Kirchengemeinde Hamburg-Eidelstedt mit der Schule Talitha Kumi in Beit Jala (Palästina) eng mit dem Heiligen Land verbunden. Seit 2016 ist sie Mitglied im Vorstand des Jerusalemsvereins.<br><br>In ihrer Dankesrede betonte Sybille Möller-Fiedler, dass sie in ihrem Engagement immer wieder die Erfahrung mache, dass es für ein gelingendes Miteinander in Vielfalt Begegnungen von Menschen braucht. Dies gelte in Deutschland wie überall auf der Welt. Bei ihrer Arbeit für den Jerusalemsvereins müsse sie aber ein zunehmendes Abhandenkommen des Miteinanders der verschiedenen Bevölkerungsgruppen im Heiligen Land feststellen.<br><br>Mit Entsetzen verfolge sie die Menschenrechtsverletzungen im Heiligen Land: erst das schreckliche Massaker der Hamas, dann der anschließende Gaza-Krieg und die in letzter Zeit dramatisch eskalierende Siedlergewalt im Westjordanland, der kein Einhalt geboten werde. Es sei weder antisemitisch noch israelfeindlich, das menschen- und völkerrechtswidrige Verhalten der in Teilen rechtsextremen israelischen Regierung zu kritisieren, so Möller-Fiedler. „Wenn uns hier in Deutschland Menschenrechte und das nach dem zweiten Weltkrieg geschaffene internationale Völkerrecht am Herzen liegen, müssen wir deutlicher werden. Auch, aber nicht nur unseren christlichen Glaubensgeschwistern zuliebe. Worte reichen nicht mehr – es ist Zeit zum Handeln. Zeit für Sanktionen!“<br><br>Sybille Möller-Fiedler betonte, dass Deutschland aufgrund der Geschichte eine besondere Verantwortung für den Staat Israel habe. &#8222;Dies könne aber nicht bedeuten, dass wir hinwegschauen über das Unrecht, das gerade geschieht: Menschenrechte und Menschenwürde sind unteilbar und gelten für alle, für Israelis wie für Palästinenser.&#8220;</p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Foto: Felix Fiedler</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Im Schatten des Gaza-Krieges</title>
		<link>https://www.jerusalemsverein.de/im-schatten-des-gaza-krieges/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[henrikweinhold1007]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Aug 2026 10:09:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.jerusalemsverein.de/?p=24070</guid>

					<description><![CDATA[<p>10.08.2026 &#124; Immer mehr palästinensische Christinnen und Christen sind von struktureller staatlicher Gewalt betroffen, die teils von jüdischen Siedlern, teils vom israelischen Militär ausgeübt wird.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">10.08.2026 | Immer mehr palästinensische Christinnen und Christen sind von struktureller staatlicher Gewalt betroffen, die teils von jüdischen Siedlern, teils vom israelischen Militär ausgeübt wird.</p>



<span id="more-24070"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem 7. Oktober 2023 ist nichts mehr wie es vorher war. Seitdem hat sich so viel getan, was gar nicht so recht in Worte zu fassen ist. Die Terror-Attacke der Hamas, das Geiseldrama, das nicht aufgearbeitete Versagen der Politik: Das lässt viele Israelis bis heute völlig verzweifeln. Der Iran- und Libanonkrieg haben die Menschen in der Region weiter aufgewühlt. Spürbar sind eine große Erschöpfung und Perspektivlosigkeit auf allen Seiten, ob bei Israelis oder Palästinenser, ob bei Juden, Christen oder Muslimen. Dazu die Hungerskatastrophe im Gaza-Streifen vor den Augen der Welt. So viele Tote und immer mehr Leid.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Schatten der Kriege baut die rechtsgerichtete israelische Regierung in rasantem Tempo die für eine Demokratie nötige Gewaltenteilung ab und weitet ihre Kontrolle über den Staatsapparat aus. Und in der Westbank gibt es in zunehmender Zahl Übergriffe radikaler jüdischer Siedler, die unter dem Schutz des israelischen Militärs in palästinensische Dörfer einfallen, Häuser besetzen, plündern oder zerstören. Das betrifft Christen wie Muslime gleichermaßen. Die Menschen haben schon lange keinen normalen Alltag mehr. Gerade die Kinder sind traumatisiert. Eine junge Frau aus Bethlehem sagte in diesen Tagen am Telefon: „Wir leben, aber das Leben hat keine Bedeutung&#8220;. Und jüdische Freunde in Tel Aviv und Haifa pendeln bei Raketenalarm zwischen Bunker und Wohnung, suchen Schutz und finden keine Ruhe. Und viele Menschen im Iran leiden nicht nur durch die Diktatur, in der sie leben müssen, sondern sind voller Angst und Trauer.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Immer mehr Gewalt gegen Christen und Muslime – kein Schutz</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Immer mehr palästinensische Christinnen und Christen sind von der strukturellen staatlichen Gewalt betroffen, die teils von jüdischen Siedlern, teils vom israelischen Militär ausgeübt wird. Dazu kommen Landenteignungen, der fortschreitende Siedlungsbau sowie Straßensperren und Checkpoints, die die Bewegungsfreiheit der Menschen einschränken und eine wirtschaftliche Entwicklung verhindern. Und die korrupte Palästinensische Autonomie-Behörde ist ohne politische Legitimation und hat jeglichen Rückhalt in der Gesellschaft verloren und kann die Minderheit der Christen nicht wirklich gegenüber radikalen Muslimen schützen. Dieser recht- und schutzlose Alltag der Menschen in der Westbank und in Ost-Jerusalem gerät aktuell immer mehr aus dem Blick.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Verhaftung der jungen Christin Natalie Abu Dayyeh Wie dramatisch die Lage ist, veranschaulicht ein korrektes Beispiel dieser Tage: In der Nacht des 2. Juni wurde die 21jährige Natalie Abu-Dayyeh, Tochter einer hochangesehenen evangelisch-lutherischen Familie aus der evangelischen Gemeinde in Beit Jala bei Bethlehem, zusammen mit anderen Mitstudent*innen vom israelischen Militär im Studenten-Wohnheim in Birzeit bei Ramallah aus dem Bett heraus verhaftet. Nach einer kurzen Zeit im Ofer-Militärgefängnis bei Ramallah sind Natalie und die anderen jungen Frauen im Damon-Gefängnis bei Haifa im Norden des Staates Israel verlegt worden. Schon diese Verlegung ist völkerrechtlich nicht statthaft, weil eine Person, die in von einem Land besetzten Gebiet verhaftet wird, nicht in das Staatsgebiet des besetzenden Landes gebracht werden darf. Dies erfüllt den <a href="https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/1951/300_302_297/de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tatbestand einer unzulässigen Deportation</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natalie ist Christin und wie ihre Familie in der Gemeinde engagiert. Sie ist Absolventin der deutsch-palästinensischen Evangelisch-Lutherischen UNESCO-Friedensschule Talitha Kumi, einer deutschen Auslandsschule, deren Träger das Berliner Missionswerk ist. Natalie war zudem Mitglied der palästinensischen Frauen-Fußball-Nationalmannschaft. Zurzeit studiert sie in der Birzeit-Universität Medien und Journalismus. Warum sie verhaftet wurde? Niemand weiß es.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Eltern sind schier verzweifelt angesichts der Lage und voller Sorge, dass Natalie, physische, psychische oder auch sexualisierte Gewalt angetan wird. Bekanntermaßen ist die Menschenrechtslage für palästinensische Gefangene in den israelischen Gefängnissen katastrophal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Veröffentlichte Berichte der Ombudsstelle des Justizministeriums in Jerusalem zeichnen ein erschütterndes Bild der Haftbedingungen palästinensischer Sicherheitsgefangener in israelischen Gefängnissen. Die staatlichen Inspektoren dokumentieren systematische Gewalt durch Wärter, chronischen Nahrungsmangel, medizinische Vernachlässigung sowie katastrophale hygienische Zustände, die zu Krankheitsausbrüchen führen“, so auch die <a href="https://www.juedische-allgemeine.de/israel/katastrophale-zustaende/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jüdische Allgemeine</a> in einem Artikel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei ist laut Oberstem Gerichtshof der israelische Gefängnisdienst gesetzlich verpflichtet, grundlegende Lebensbedingungen zu gewährleisten, einschließlich ausreichender Nahrung. Um das zu überprüfen, wird trotz Gerichtsbeschluss <a href="https://www.fr.de/politik/israel-muss-rotes-kreuz-zu-palaestinensischen-haeftlingen-lassen-94336869.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">dem Roten Kreuz bis heute der Zugang verweigert</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein persönlicher Kontakt zu ihrer Tochter ist den Eltern seit über einem Monat verwehrt. Nicht einmal digital konnten die Eltern mit ihr sprechen, nur einmal haben sie sie kurz gesehen über das Handy ihres Rechtsanwaltes. Für einen Besuch in Israel benötigen die Eltern eine Einreisegenehmigung, die sie als Bewohner der Westbank nicht bekommen. Der von ihr gewünschte geistliche Beistand durch ihren Ortspfarrer Ashraf Tannous, der als Jerusalemer Bürger die Möglichkeit hätte, Natalie in einem Gefängnis im Staat Israel zu besuchen, wird aktuell nicht gewährt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natalie kann nach israelischem Militärrecht zunächst sechs Monate ohne Anklage und Gerichtsverfahren festgehalten werden, eine Frist, die dann einfach wieder verlängert werden kann &#8211; ohne Begründung. Schon mehrmals wurde ein Anhörungstermin vor Gericht verschoben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese zermürbende Lage für Natalie und ihre Familie geht weiter: Viel Hoffnung lag auf einer gerichtlichen Anhörung am 22. Juli, die nach viermaliger Verschiebung endlich stattgefunden hat. Doch was kam, war mehr als ernüchternd: die Haft von Natalie wurde ohne Begründung und weiter ohne Erhebung einer konkreten Anklage bis 23. September verlängert. Das wären dann über drei (!) Monate in Haft, ohne zu wissen warum, ohne dass die Eltern einen persönlichen Zugang erhalten haben. Gott sei Dank scheint Natalie soweit körperlich unversehrt, die seelischen Belastungen sind gleichwohl enorm. Auf Betreiben der Rechtsanwälte der Familie ist nun doch ein neuer Anhörungstermin auf den 18. August gelegt worden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Adminstrativhaft verunsichert die Familien – viele Minderjährige in Haft</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Natalie ist kein Einzelfall: Seriöse Schätzungen gehen davon aus, dass sich über 3.200 Menschen, darunter ca. 400 Minderjährige in sogenannter „Administrativ-Haft“ ohne reguläres Verfahren befinden. d. h. ohne Haftbefehl und ohne Anklage . Die menschenrechts- und völkerrechtswidrige Praxis in Gefängnissen, in denen Palästinenser*innen inhaftiert sind, wird von der EU und unseren engsten Verbündeten schon länger kritisiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor allem sind die palästinensischen Familien überall in den besetzten Gebieten in dauernder Anspannung und voller Sorge. Sie lassen vielfach ihre Kinder gar nicht mehr aus dem Haus oder in ein Kino gehen aus lauter Angst, dass ihre Kinder verhaftet werden und in einem israelischen Gefängnis über Monate verschwinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die unsichere Gesamtlage hat dazu geführt, dass bereits mehrere hundert christliche Großfamilien das Land verlassen haben und ausgewandert sind. Die Region zwischen Jerusalem, Bethlehem, Beit Sahour und Ramallah droht „christenfrei“ zu werden. Dürfen wir dieser Entwicklung weiterhin einfach nur zuschauen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist weder antisemitisch noch israelfeindlich, das menschen- und völkerrechtswidrige Verhalten einer rechtsgerichteten bis rechtsextremen Regierung zu kritisieren. Wenn uns hier in Deutschland Menschenrechte und das nach dem zweiten Weltkrieg geschaffene internationale Völkerrecht am Herzen liegen, müssen wir deutlicher werden. Auch, aber nicht nur unseren Glaubensgeschwistern zuliebe. Wir haben aufgrund unserer Geschichte eine besondere Verantwortung für den Staat Israel. Dies kann aber nicht bedeuten, dass wir hinwegschauen über das Unrecht, das geschieht: Menschenrechte und Menschenwürde sind unteilbar und gelten für alle, für Israelis wie Palästinenser.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Pfarrer Dr. Andreas Goetze</em><br>ist <em>Referent im Fachbereich interreligiöser Dialog sowie für den Nahen und</em> <em>Mittlerer Osten im Zentrum Oekumene der EKHN und EKKW in Frankfurt a.M., Vorstandsmitglied im Jerusalemsverein und im diak e.V. </em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Diplom-Volkswirtin Sybille Möller-Fiedler</em><br><em>ist stellvertretende Vorsitzende des Jerusalemsvereins. Von 2015 bis 2026 war sie Landesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CDU Hamburg (EAK) und gehörte von 2015 bis 2022 dem EAK Bundesvorstand an.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:16px"><em>Quellen und Links</em></p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:16px">Die Zahlen zu den palästinensischen Häftlingen schwanken. Hier werden sie nach Angaben der  israelischen Menschenrechtsorganisation HAMoked, die kostenlosen Rechtsbestand für Palästinenser in Adminstrativhaft leistet, wiedergegeben (<a href="https://hamoked.org/prisoners-charts.php" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hamoked.org</a>) sowie nach<a href="https://hamoked.org/prisoners-charts.php."> </a>Angaben der NGO B’Tselem (<a href="https://www.btselem.org/administrative_detention/statistics" target="_blank" rel="noreferrer noopener">btselem.org</a>). Die Dunkelziffer liegt höher. Rechnet man noch die „unrechtmäßigen Kombattanten“ hinzu, also Personen, die direkt oder indirekt an bewaffneten Feindseligkeiten beteiligt gewesen sein sollen, sind um die <a href="https://www.facebook.com/btselem/posts/as-of-march-2026-some-9446palestinians-are-held-in-israeli-prisons-4691-of-them/1399433858894348/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">9.500 Personen in Administrativhaft</a>.  Im Herbst 2025 gab es nach Recherchen der Zeit <a href="https://www.zeit.de/politik/2025-09/palaestinenser-haft-israel-gaza" target="_blank" rel="noreferrer noopener">über 11.000 palästinensische Sicherheitsgefangene</a>. (Stand: 03.07.2026)</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:16px"><em>Der Beitrag erschien ursprünglich in einer etwas kürzeren Fassung in: Evangelische Verantwortung, Das Magazin des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU, Ausgabe 7+8/ 2026, S. 13-14: <a href="https://www.eak-cducsu.de/sites/www.eak.cdu.de/files/ev_0708_26_web.pdf">https://www.eak-cducsu.de/sites/www.eak.cdu.de/files/ev_0708_26_web.pdf</a></em></p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Foto: Kirche der Hoffning in Ramallah (ELCJHL)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jerusalemsverein.de/im-schatten-des-gaza-krieges/">Im Schatten des Gaza-Krieges</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jerusalemsverein.de">Jerusalemsverein im Berliner Missionswerk</a>.</p>
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		<title>Sumaya Farhat-Naser: Vorträge im Oktober bis Dezember 2026 in Deutschland, Österreich und der Schweiz</title>
		<link>https://www.jerusalemsverein.de/sumaya-farhat-naser-vortraege-im-oktober-bis-dezember-2026-in-deutschland-oesterreich-und-der-schweiz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[henrikweinhold1007]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Aug 2026 10:08:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.jerusalemsverein.de/?p=24082</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die palästinensische Friedensvermittlerin und Buchautorin Sumaya Farhat-Naser spricht vom Oktober bis Dezember 2026 in Deutschland, Österreich und der Schweiz über den Konflikt um Israel und Palästina.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jerusalemsverein.de/sumaya-farhat-naser-vortraege-im-oktober-bis-dezember-2026-in-deutschland-oesterreich-und-der-schweiz/">Sumaya Farhat-Naser: Vorträge im Oktober bis Dezember 2026 in Deutschland, Österreich und der Schweiz</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jerusalemsverein.de">Jerusalemsverein im Berliner Missionswerk</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die palästinensische Friedensvermittlerin und Buchautorin&nbsp;Sumaya Farhat-Naser spricht vom Oktober bis Dezember 2026 in Deutschland, Österreich und der Schweiz über den Konflikt um Israel und Palästina.</p>



<span id="more-24082"></span>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Die Termine werden fortlaufend ergänzt. Kontaktieren Sie bitte den jeweiligen Veranstalter zu Fragen bezüglich einer bestimmten Veranstaltung. Alle Angaben ohne Gewähr.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Vorträge in Deutschland</h2>



<p class="wp-block-paragraph">27. Oktober 2026, 19 Uhr<br><strong>Hamburg</strong><br><a href="https://www.kircheschnelsen.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ev.-Luth. Kirchengemeinde Schnelsen</a>, Anna-Susanna-Stieg 12, 22457 Hamburg </p>



<p class="wp-block-paragraph">28. Oktober 2026, 19 Uhr<br><strong>Hamburg</strong><br><a href="https://www.hauptkirche-altona.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ev.-Luth. Hauptkirche St. Trinitatis Altona</a>, Gemeindesaal, Kirchenstraße 40, 22767 Hamburg</p>



<p class="wp-block-paragraph">29. Oktober 2026, 18:30 Uhr<br><strong>Lübeck</strong><br><a href="https://www.frauenwerk-luebeck-lauenburg.de/">Ev. Frauenwerk Lübeck-Lauenburg</a>, Breite Straße 17, 23552 Lübeck</p>



<p class="wp-block-paragraph">10. November 2026, 19 Uhr<br><strong>Herrenberg</strong><br><a href="https://evdiak.de/">Diakonie-Schwesternschaft</a>, Mutterhauskirche, Burgsteige, 71083 Herrenberg</p>



<p class="wp-block-paragraph">11. November 2026<br><strong>Stuttgart</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">13. November 2026<br><strong>Dresden</strong><br><a href="https://www.maria-am-wasser.de/kontakt" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ev.-Luth. Kirchgemeinde »Maria am Wasser«</a>, Kirchgasse 6, 01326 Dresden-Hosterwitz-Pillnitz</p>



<p class="wp-block-paragraph">15. November 2026<br><strong>Bülau</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">16. November 2026, 18 Uhr<br><strong>Berlin</strong><br><a href="https://www.ev-johannes.de/">Ev. Johanneskirchengemeinde Berlin-Lichterfelde</a>, Sitzungszimmer, Ringstr. 36, 12205 Berlin</p>



<p class="wp-block-paragraph">17. November 2026, 19 Uhr<br><strong>Berlin</strong><br><a href="https://www.paulusgemeinde-zehlendorf.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ev. Paulus-Kirchengemeinde Berlin-Zehlendorf,</a> Gemeindehaus, Teltower Damm 6, 14169 Berlin</p>



<p class="wp-block-paragraph">18. November 2026<br><strong>Berlin</strong><br><a href="https://www.gemeinde-schlachtensee.de/aktuelles">Evangelische Kirchengemeinde Schlachtensee</a>, Matterhornstraße 37/39, 14129 Berlin</p>



<p class="wp-block-paragraph">20. November 2026<br><strong>Essen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">21. November 2026, 15 Uhr<br><strong>Köln</strong><br>Am Justizzentrum 5<br><em>Bürger im Gespräch</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">2. Dezember 2026<br><strong>Bünde</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Vorträge von Sumaya Farhat-Naser in der Schweiz</h2>



<p class="wp-block-paragraph">31. Oktober 2026, 10:30 Uhr<br><strong>Sirnach TG</strong><br><a href="https://iphg.ch/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Institut für Personale Humanwissenschaften und Gesellschaftsfragen IPHG</a>, Fischingerstrasse 66</p>



<p class="wp-block-paragraph">3. November 2026, 19:30 Uhr<br><strong>Basel</strong><br>kHaus, Kasernenhof 8, 4058 Basel</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vorträge von Sumaya Farhat-Naser in Österreich</h2>



<p class="wp-block-paragraph">22. November 2026<br><strong>Feldkirch</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">23. November 2026<br><strong>Innsbruck </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">30. November 2026<br><strong>Wien</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">1. Dezember 2026<br><strong>Wien </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Jahrzehnten ist Sumaya Farhat-Naser eine wichtige Stimme der palästinensischen Friedensbewegung. In ihrer Heimat vermittelt sie mit Methoden der gewaltfreien Kommunikation in Frauengruppen und Jugendseminaren, wie Konflikte gewaltlos gelöst werden können. Ihre Arbeit wird seit Jahren vom Jerusalemsverein und dem Berliner Missionswerk unterstützt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jerusalemsverein.de/sumaya-farhat-naser-vortraege-im-oktober-bis-dezember-2026-in-deutschland-oesterreich-und-der-schweiz/">Sumaya Farhat-Naser: Vorträge im Oktober bis Dezember 2026 in Deutschland, Österreich und der Schweiz</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jerusalemsverein.de">Jerusalemsverein im Berliner Missionswerk</a>.</p>
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		<title>Siedlerangriff auf Taybeh &#8211; Baumaßnahmen für Außenposten beobachtet</title>
		<link>https://www.jerusalemsverein.de/siedlerangriff-auf-taybeh-baumassnahmen-fuer-aussenposten-beobachtet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[henrikweinhold1007]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Aug 2026 14:27:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.jerusalemsverein.de/?p=23986</guid>

					<description><![CDATA[<p>06.08.2026 &#124; Taybeh, das einzige vollständig christliche Dorf im Westjordanland, gerät zunehmend unter Druck durch israelische Siedler. Im Juni kam es erneut zu gewalttätigen Angriffen. Anfang Juli werden Baumaßnahmen für einen Außenposten beobachtet.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jerusalemsverein.de/siedlerangriff-auf-taybeh-baumassnahmen-fuer-aussenposten-beobachtet/">Siedlerangriff auf Taybeh &#8211; Baumaßnahmen für Außenposten beobachtet</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jerusalemsverein.de">Jerusalemsverein im Berliner Missionswerk</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">06.08.2026 | Taybeh, das einzige vollständig christliche Dorf im Westjordanland, gerät zunehmend unter Druck durch israelische Siedler. Im Juni kam es erneut zu gewalttätigen Angriffen. Anfang Juli wurden Baumaßnahmen für einen Siedlungs-Außenposten beobachtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es war nicht der erste Angriff auf die Bewohner Taybehs durch gewaltbereite Siedler. <a href="https://www.jerusalemsverein.de/erneute-siedlergewalt-gegen-christliches-dorf-taybeh/" data-type="post" data-id="19316">Letzten Sommer terrorisierten Siedler das Dorf </a>und legten Brände. Taybeh erlebte daraufhin eine Welle der Solidarität von Vertretern aus Politik und Kirchen. Am 9. Juni 2026 griffen die Siedler erneut an.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Siedler stiften Brand und schießen mit scharfer Munition</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gegenüber Caritas Canada beschrieb der anglikanische Pfarrer Bashar Fawadleh die Geschehnisse. Demnach legten Siedler in der Nähe einer Tankstelle Brände. Da die palästinensische Feuerwehr anfangs nicht einschreiten konnte &#8211; die Sicherheitskoordination mit den israelischen Behörden gelang nicht &#8211; versuchten junge Bewohner Taybehs den Brand zu löschen. Sie wurden aber von den Siedlern daran gehindert und angegriffen. Bei diesem Angriff schossen die Siedler auch mit scharfer Munition. Das Feuer konnte schließlich gelöscht werden, nachdem die palästinensische Feuerwehr eine Erlaubnis für ihren Einsatz erhalten hatte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Pfarrer aus Taybeh: Wir wollen in Frieden leben</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Pfarrer Fawadleh betont: &#8222;Was wir erleben, ist keine Reihe vereinzelter Vorfälle, sondern ein anhaltendes Muster von Einschüchterung und ungerechtfertigter Gewalt, das unser Grundrecht auf Sicherheit und Würde untergräbt &#8230; Wir rufen daher die internationale Gemeinschaft, befreundete Nationen, Menschenrechtsorganisationen, Kirchen und humanitäre Einrichtungen dazu auf &#8230; wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um die eskalierenden Angriffe auf Taybeh und seine Bewohner zu stoppen. Taybeh &#8230; verdient Schutz, Würde und Frieden – nicht Angst, Einschüchterung und wiederkehrende Gewalt &#8230; Wir wollen in Frieden leben. Wir wollen, dass unsere Kinder in Sicherheit aufwachsen und unsere Familien ein normales Leben führen können, genau wie die Menschen überall sonst auf der Welt. Dies ist ein grundlegendes Menschenrecht, das geachtet und geschützt werden muss.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Anfang Juli beobachten Einwohner Taybehs im östlichen Bereich des Ortes zunehmende Aktivitäten von Siedlern, die wie Vorbereitungen für die Errichtung eines Siedlungsaußenpostens. Betroffen ist der Ortsteil Jabal al-Massis, in dem Siedler im Juni Brände legten legten und Dorfbewohner angriffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die meist mit Zelten, Wohnwagen und einfachen Hütten spontan und ohne israelische Baugenehmigung errichteten Außenposten wurden in der Vergangenheit auch von israelischen Gerichten als illegal angesehen und einige von ihnen geräumt. Nach dem Völkerrecht sind sowohl die Siedlungen als auch die Außenposten illegal. Die Zahl der Außenposten ist seit dem 7. Oktober 2023 stark gewachsen.    </p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.jerusalemsverein.de/wp-content/uploads/Menschenwuerde-Palaestina-Israel_ILB_2026_2.pdf#page=22">In unserer Zeitschrift &#8222;Im Lande der Bibel&#8220; (Ausgabe 2/2026) berichtet Pfarrer Bashar Fawadleh über die Situation in Taybeh (PDF-Datei) >></a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Quellen und Links</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://devp.org/en/taybeh-burning">Taybeh burning: Israeli settlers set Christian village alight, impede firefighters</a><br>Caritas Canada, <time>12.06.2026</time></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.christiannewswire.com/new-settler-outpost-being-established-overlooking-taybeh-the-west-banks-last-entirely-christian-town/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">New Settler Outpost Being Established Overlooking Taybeh, the West Bank’s Last Entirely Christian Town</a><br>Christian Newswire, 06.07.2026  </p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:14px">Foto: Bei der Kirchenruine St. Georg in Taybeh verübten radikale Siedler wiederholt Brandanschläge (SeeSaw GmbH /Shutterstock)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jerusalemsverein.de/siedlerangriff-auf-taybeh-baumassnahmen-fuer-aussenposten-beobachtet/">Siedlerangriff auf Taybeh &#8211; Baumaßnahmen für Außenposten beobachtet</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jerusalemsverein.de">Jerusalemsverein im Berliner Missionswerk</a>.</p>
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		<title>Verlängerung der Haft von Natalie Abudayyeh &#8211; Erzbischöfin von Canterbury besucht Familie</title>
		<link>https://www.jerusalemsverein.de/verlaengerung-der-haft-von-natalie-abudayyeh-erzbischoefin-von-canterbury-besucht-familie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[henrikweinhold1007]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Aug 2026 14:27:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.jerusalemsverein.de/?p=24042</guid>

					<description><![CDATA[<p>07.08.2026 &#124; Die palästinensische Christin Natalie Abudayyeh bleibt vorerst bis zum 23. September 2026 in Haft, wie ein Militärgericht entschieden hat. Das geistliche Oberhaupt der Anglikanischen Kirche, Erzbischöfin Sarah Mullally, stattete ihrer Familie einen Solidaritätsbesuch ab.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jerusalemsverein.de/verlaengerung-der-haft-von-natalie-abudayyeh-erzbischoefin-von-canterbury-besucht-familie/">Verlängerung der Haft von Natalie Abudayyeh &#8211; Erzbischöfin von Canterbury besucht Familie</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jerusalemsverein.de">Jerusalemsverein im Berliner Missionswerk</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">07.08.2026 | Die palästinensische Christin Natalie Abudayyeh bleibt vorerst bis zum 23. September 2026 in israelischer Haft, wie ein Militärgericht entschieden hat. Das geistliche Oberhaupt der Anglikanischen Kirche, Erzbischöfin Sarah Mullally, stattete ihrer Familie einen Solidaritätsbesuch ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natalie Abudayyeh wurde <a href="https://www.jerusalemsverein.de/israelisches-militaer-verhaftet-junge-evangelische-christin-in-birzeit-ehemalige-talitha-kumi-schuelerin/">am 2. Juni 2026 in Birzeit zusammen mit drei weiteren Studentinnen verhaftet</a>. Sie gehört zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land (ELCJHL) und war Schülerin in Talitha Kumi (Beit Jala).  </p>



<h2 class="wp-block-heading">Verlängerung der Haft von Nathalie Abudayyeh bis 23. September</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In einer Stellungnahme vom 22. Juli 2026 schreibt Bischof Dr. Imad Haddad (ELCJHL), dass Natalie Abudayyeh an diesem Tag vor einem israelischen Militärgericht erschienen ist. Nach dem Gerichtstermin wurde ihre Verwaltungshaft im Damon-Gefängnis in Jerusalem bis zu einer weiteren Verhandlung am 23. September verlängert. Die israelischen Behörden lehnten es ab, sie auf Kaution freizulassen. Familienangehörigen wurde der Kontakt zu der jungen lutherischen Christin verweigert. Ehemalige Häftlinge berichteten, dass in dem Gefängnis sehr schlechte Haftbedingungen herrschen und Menschenrechte verletzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bischof Haddad schreibt: &#8222;Diese Nachrichten erfüllen uns mit unermesslicher Trauer, und wir machen uns große Sorgen um ihre Sicherheit. Inmitten dieser Trauer empfinden wir Angst und Unsicherheit hinsichtlich der Zukunft all unserer Jugendlichen. Diese systematischen Angriffe Israels auf palästinensische Universitäten sind nur ein weiterer Aspekt einer Besatzung, die das Leben der Palästinenser erstickt und unsere jungen Menschen dazu treibt, darüber nachzudenken, ihre Heimat zu verlassen.&#8220;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Erzbischöfin von Canterbury besucht Nathalie Abudayyehs Familie und aus der Haft freigekommene Christin Layan Nasir </h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das geistliche Oberhaupt der Anglikanischen Kirche, Erzbischöfin Sarah Mullally, besuchte im Rahmen einer Solidaritätsreise ins Heilige Land die Familie von Natalie Abudayyeh in Beit Jala. Zuvor stattete sie der jungen anglikanischen Christin Layan Nasir und ihrer Familie einen Besuch ab. Die 26-Jährige kam Mitte Mai aus der Haft im Damon-Gefängnis frei. Wie Natalie Abudayyeh ist sie Studentin an der Universität Birzeit. Sie wurde seit 2021 dreimal für mehrere Monate inhaftiert &#8211; in Verwaltungshaft ohne offizielle Anklage. Die israelischen Behörden warfen ihr die Mitgliedschaft in einer verbotenen Studentenorganisation vor. Layan Nasir und ihre Familie haben diese Vorwürfe stets bestritten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Haftbedingungen im Damon-Gefängnis sagte die Studentin: &#8222;Das Gefängnis ist wie ein Friedhof für die Lebenden &#8230; Die Bedingungen – die ohnehin schon schlecht sind – werden immer schlimmer &#8230; Viele Gefangene benötigen medizinische Versorgung, erhalten jedoch keinen Zugang zu grundlegenden Leistungen. Es gibt so wenig zu essen, und das, was ausgegeben wird, ist von sehr schlechter Qualität. Alle Gefangenen hoffen verzweifelt, dass die Welt davon erfährt und dass etwas unternommen wird, um die Bedingungen zu verbessern.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Bischöfe von Chelmsford, Gloucester, Norwich, und Southwark solidarisieren sich mit Natalie und der Familie Abudayyeh. Sie verurteilten ihre Verhaftung als &#8222;Bruch der Genfer Konvention der Vereinten Nationen&#8220;. Der Bischof von Southwark brachte im House of Lords eine Regierungsanfrage über den Fall ein. Die britische Regierung betonte in ihrer Antwort: &#8222;Wir sind nach wie vor zutiefst besorgt über den anhaltenden und umfangreichen Einsatz der Verwaltungshaft durch die israelische Regierung. Wir haben unsere Bedenken gegenüber den israelischen Behörden zum Ausdruck gebracht und deutlich gemacht, dass diese im Einklang mit dem Völkerrecht handeln müssen &#8230; Das Vereinigte Königreich fordert die israelische Regierung weiterhin auf, dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) unverzüglichen und ungehinderten Zugang zu allen Haftanstalten zu gewähren.&#8220;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Auch US-amerikanisch-palästinensische Studentin in israelischer Verwaltungshaft</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Den Fall einer der drei zusammen mit Natalie Abudayyeh in Birzeit verhafteten Studentinnen hat die Zeitung „The Guardian“ beleuchtet. Sama Safi, eine Psychologiestudentin mit US-amerikanischer Staatsbürgerschaft, wurde in ein Gefängnis gebracht, nachdem israelisches Militär nachts den Wohnsitz ihrer Familie stürmte. Ein Sprecher des israelischen Militärs erklärte, sie und die anderen verhafteten Studentinnen seien „wegen der Förderung feindseliger terroristischer Aktivitäten und weiterer terroristischer Handlungen“ verhaftet worden. Safis Anwältin sagte, dass zwei andere Studierende, die zuvor inhaftiert wurden, dem israelischen Militär Dutzende Namen von Personen genannt hätten, die einer Studentengruppe angehören sollen. Das Militär behaupte, die Gruppe stehe der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) nahe, die als Terrororganisation gilt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sama Safi leidet an einer chronischen Erkrankung , die eine regelmäßige Behandlung erfordert. Mehrere US-Abgeordnete haben ihre Freilassung gefordert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Quellen und Links</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.facebook.com/elcjhl/posts/pfbid0oq77rL7qCuj8vyE6X2JoSTQq9eeKcNXdhVMqxZfSVzvtisGY9uynbfG8ZjbwQxYfl" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Statement zur Verhaftung von Natalie Abudayyeh von Bischof Imad Haddad</a><br>Evangelisch-Lutherische Kirche in Jordanien und im Heiligen Land (ELCJHL), 22.07.2026</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.churchtimes.co.uk/articles/2026/26-june/news/uk/archbishop-of-canterbury-makes-first-pastoral-visit-to-holy-land-since-taking-up-office" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Archbishop of Canterbury makes first pastoral visit to Holy Land since taking up office</a><br>Church Times, 26.06.2026</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.churchtimes.co.uk/articles/2026/22-may/news/world/layan-nasir-returns-home-to-occupied-west-bank-after-third-spell-in-israeli-prison" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Layan Nasir returns home to occupied West Bank after third spell in Israeli prison</a><br>Church Times, 22.05.2026</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.theguardian.com/us-news/2026/jun/13/palestinian-held-sama-safi-israeli-military">Palestinian American woman held without charge by Israeli military</a><br>The Guardian, 13.06.2026</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://lordsbusiness.parliament.uk/ItemOfBusiness?itemOfBusinessId=171892&amp;sectionId=50">UK Parliament: Business Item (Natalie Abudayyeh)</a><br>UK Parliament (House of Lords), 03./17.06.2026</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jerusalemsverein.de/verlaengerung-der-haft-von-natalie-abudayyeh-erzbischoefin-von-canterbury-besucht-familie/">Verlängerung der Haft von Natalie Abudayyeh &#8211; Erzbischöfin von Canterbury besucht Familie</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jerusalemsverein.de">Jerusalemsverein im Berliner Missionswerk</a>.</p>
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		<title>Rabbis for Human Rights müssen Büro in Jerusalemer Synagoge nach rechtem Druck räumen</title>
		<link>https://www.jerusalemsverein.de/rabbis-for-human-rights-muessen-buero-in-jerusalem-nach-rechtem-druck-raeumen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[henrikweinhold1007]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Aug 2026 15:30:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.jerusalemsverein.de/?p=24006</guid>

					<description><![CDATA[<p>04.08.2026 &#124;  Nach Lobbyarbeit eines rechtsnationalen Aktivisten musste die Menschenrechtsorganisation Rabbis for Human Rights ihr Büro in einer Jerusalemer Synagoge verlassen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jerusalemsverein.de/rabbis-for-human-rights-muessen-buero-in-jerusalem-nach-rechtem-druck-raeumen/">Rabbis for Human Rights müssen Büro in Jerusalemer Synagoge nach rechtem Druck räumen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jerusalemsverein.de">Jerusalemsverein im Berliner Missionswerk</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">04.08.2026 | Nach Lobbyarbeit eines rechtsnationalen Aktivisten musste die Menschenrechtsorganisation Rabbis for Human Rights ihr Büro in der Jerusalemer Synagoge Mevakshei Derech verlassen.</p>



<span id="more-24006"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Menschenrechtsorganisationen in Israel sehen sich zunehmend mit Anfeindungen konfrontiert. Rechte Lobbyorganisationen wie NGO Monitor werfen ihnen die Dämonisierung Israels vor. Neue Gesetze und Maßnahmen der Regierung unter Ministerpräsident Netanjahu richten sich gezielt gegen NGOs und Hilfsorganisationen, schränken ihre Finanzierung ein und behindern ihre Arbeit.</p>



<h2 class="wp-block-heading">„Israels Chefzensor“ bewirkt Verdrängung der Organisation</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Jüngstes Opfer der rechtsnationalen Drohkulisse ist die 1988 gegründete Menschenrechtsorganisation Rabbis for Human Rights (RHR), die sich für die Rechte benachteiligter Bevölkerungsgruppen in Israel sowie für die <a href="https://www.jerusalemsverein.de/westjordanland-rabbis-for-human-rights-setzen-sich-fuer-den-zugang-zu-wasser-ein/" data-type="post" data-id="21624">Rechte der Palästinenserinnen und Palästinenser im Westjordanland</a> einsetzt. RHR musste ihren Sitz im Synagogenzentrum Mevakshei Derech verlassen. Der Kündigung des Mietvertrags ging nach Angaben der Organisation eine intensive Lobbyarbeit des rechten Aktivisten Shai Glick bei der Jerusalemer Stadtverwaltung voraus. Sie bewegte den stellvertretenden Bürgermeister dazu, Druck auf die Synagogengemeinde auszuüben, die ihr Zentrum auf einem stadteigenen Gelände gebaut hat. Shai Glick, den die „Haaretz“ als „Israels Chefzensor“ bezeichnete, denunziert seit Jahren vermeintlich linke Kultureinrichtungen und NGOs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anfang August 2026 konnten die RHR ihr neues Büro beim YMCA Jerusalem beziehen. Der Umzug und die höhere Miete stellen aber eine starke finanzielle Belastung für die Organisation dar.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="480" src="https://www.jerusalemsverein.de/wp-content/uploads/rabbis-for-human-rights-neues-buero.jpg" alt="Mitarbeitende von Rabbis for Human Rights stehen lächelnd in einem begrünten Hof" class="wp-image-24011" srcset="https://www.jerusalemsverein.de/wp-content/uploads/rabbis-for-human-rights-neues-buero.jpg 720w, https://www.jerusalemsverein.de/wp-content/uploads/rabbis-for-human-rights-neues-buero-495x330.jpg 495w, https://www.jerusalemsverein.de/wp-content/uploads/rabbis-for-human-rights-neues-buero-225x150.jpg 225w, https://www.jerusalemsverein.de/wp-content/uploads/rabbis-for-human-rights-neues-buero-272x182.jpg 272w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /><figcaption class="wp-element-caption">Rabbis for Human Rights beziehen ihr neues Büro beim YMCA Jerusalem</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Rabbis for Human Rights: &#8222;Wir ziehen uns nicht zurück&#8220;</h2>



<p class="wp-block-paragraph">RHR-Mitarbeiter Anton Goodman beschreibt die Repressionen gegen seine Organisation und betont, dass sich die RHR davon nicht einschüchtern lassen:</p>



<p class="wp-block-paragraph">„[…] ein Knesset-Abgeordneter (Likud) reichte eine Beschwerde ein, die eine Untersuchung durch die Steuerbehörde auslöste, die uns genau unter die Lupe nahm und uns vollständig entlastete. Das Militär schränkte unsere Präsenz im Westjordanland so beharrlich ein, dass wir beim Obersten Gerichtshof Klage einreichten, der entschied, dass diese Anordnungen missbräuchlich angewendet wurden […] unsere Mitarbeitenden werden überwacht und bedroht […] Jede Beschwerde, jedes Verbot, jede Räumungsanordnung ist ein Eingeständnis, dass unsere Anwesenheit verändert, was die Machthaber glauben, unbemerkt tun zu können. Sie würden nicht so viel Aufwand für eine Organisation betreiben, die scheitert. Wir ziehen uns nicht zurück. Wir handeln.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Quellen und Links</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.facebook.com/100064709316896/posts/1487777640055866/?rdid=y37W32sa7KfYZtNB">This is Israel in 2026: a human rights organization evicted from a synagogue</a><br>Facebook-Seite der Rabbis for Human Rights, 04.08.2026   </p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://jewishvoiceforliberation.org.uk/article/rabbis-for-human-rights-under-assault-in-israel/">Rabbis for Human Rights under Assault in Israel</a><br>Jewish Voice for Liberation, 15.07.2026</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.haaretz.com/israel-news/2020-01-13/ty-article-magazine/.premium/israels-censor-in-chief-meet-the-activist-who-silences-the-left/0000017f-f1f6-d487-abff-f3fe537f0000" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Israel&#8217;s &#8218;Censor in Chief&#8216;: The Activist Who Manages to Silence the Left</a><br>Haaretz, 13.01.2020 </p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jerusalemsverein.de/rabbis-for-human-rights-muessen-buero-in-jerusalem-nach-rechtem-druck-raeumen/">Rabbis for Human Rights müssen Büro in Jerusalemer Synagoge nach rechtem Druck räumen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jerusalemsverein.de">Jerusalemsverein im Berliner Missionswerk</a>.</p>
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		<title>Deutsches Evangelisches Institut für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes (DEI) feiert Jubiläum</title>
		<link>https://www.jerusalemsverein.de/deutsches-evangelisches-institut-fuer-altertumswissenschaft-des-heiligen-landes-dei-feiert-jubilaeum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[henrikweinhold1007]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2026 14:22:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Anlässlich seines 125-jährigen Jubiläums lädt das DEI zu einer internationalen Tagung vom 5. bis 9. Oktober 2026 nach Jerusalem und Bethlehem ein. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jerusalemsverein.de/deutsches-evangelisches-institut-fuer-altertumswissenschaft-des-heiligen-landes-dei-feiert-jubilaeum/">Deutsches Evangelisches Institut für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes (DEI) feiert Jubiläum</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jerusalemsverein.de">Jerusalemsverein im Berliner Missionswerk</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Anlässlich seines 125-jährigen Jubiläums lädt das DEI zu einer internationalen Tagung vom 5. bis 9. Oktober 2026 nach Jerusalem und Bethlehem ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 31. Oktober 1898 wurde die Erlöserkirche in der Jerusalemer Altstadt feierlich unter dem Beisein Kaiser Wilhelms II. eingeweiht. Durch den Bayerischen Oberkonsistorialrat, Dr. Alexander von Schneider, wurde der Kaiser im Zuge dessen auf die Notwendigkeit eines deutschen Institutes zur Pflege der evangelischen Altertumswissenschaft hingewiesen. Am 19. Juni 1900 wurde schließlich ein &#8222;Deutsches Evangelisches Institut für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes&#8220; (DEI) ins Leben gerufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anlässlich dieses besonderen 125-jährigen Jubiläums sowie drei Jahre nach dem ursprünglich geplanten Termin lädt das DEI herzlich zu einer <strong>internationalen Tagung vom 5. bis 9. Oktober 2026 nach Jerusalem und Bethlehem ein.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Veranstaltung&nbsp;findet im Konrad-Adenauer-Konferenzzentrum (Mishkenot HaSha’anim), Jerusalem, und in der Dar al-Kalima-Universität, Bethlehem, statt.&nbsp;Am 8. Oktober findet ein Gartenfest auf dem&nbsp;Gelände des Deutschen Evangelischen Institutes statt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Detaillierte Informationen&nbsp;und Anmeldung unter: <strong><a href="https://125years.deiahl.de/home" target="_blank" rel="noreferrer noopener">125years.deiahl.de</a></strong>.</p>
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		<title>Natalie Abudayyeh weiterhin in Haft</title>
		<link>https://www.jerusalemsverein.de/natalie-abudayyeh-weiterhin-in-haft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[henrikweinhold1007]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2026 15:05:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.jerusalemsverein.de/?p=23947</guid>

					<description><![CDATA[<p>14.07.2026 &#124; Die palästinensische Christin Natalie Abudayyeh wurde am 2. Juni 2026 in Birzeit zusammen mit drei weiteren Studentinnen verhaftet. Bischof Dr. Imad Haddad (ELCJHL) äußert sich besorgt über die anhaltende Inhaftierung der ehemaligen Schülerin von Talitha Kumi und fordert ihre sofortige Freilassung.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jerusalemsverein.de/natalie-abudayyeh-weiterhin-in-haft/">Natalie Abudayyeh weiterhin in Haft</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jerusalemsverein.de">Jerusalemsverein im Berliner Missionswerk</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">14.07.2026 | Die palästinensische Christin Natalie Abudayyeh wurde <a href="https://www.jerusalemsverein.de/israelisches-militaer-verhaftet-junge-evangelische-christin-in-birzeit-ehemalige-talitha-kumi-schuelerin/">am 2. Juni 2026 in Birzeit zusammen mit drei weiteren Studentinnen verhaftet</a>. Bischof Dr. Imad Haddad (ELCJHL) äußert sich besorgt über die anhaltende Inhaftierung der ehemaligen Schülerin von Talitha Kumi und fordert ihre sofortige Freilassung.</p>



<span id="more-23947"></span>



<p class="wp-block-paragraph">In einer Stellungnahme vom 6. Juli 2026 schreibt Bischof Dr. Imad Haddad:</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Liebe Freunde und Partner, unser Dank gilt jedem Einzelnen von euch, der sich seit ihrer Festnahme am 2. Juni für die Freilassung von Natalie Abudayyeh eingesetzt hat. Bedauerlicherweise befindet sich Natalie nun schon seit über einem Monat in Haft. Wir sind allen dankbar, die weiterhin für ihre Sicherheit und ihre Freiheit beten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gestern musste Natalie virtuell vor einem israelischen Militärgericht erscheinen. Leider lehnte der Richter den Antrag der Familie Abudayyeh ab, sie für die verbleibende Dauer des Gerichtsverfahrens gegen Kaution freizulassen. Nachdem sie in der Hoffnung zum Gericht gereist waren, mit Natalie nach Hause zurückkehren zu können, sind ihre Familienangehörigen erschöpft, frustriert und besorgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natalies Familie darf sie seit ihrer Inhaftierung weder besuchen noch persönlichen Kontakt zu ihr haben. Ihr Anwalt hatte nur eingeschränkten Zugang, um per Videoanruf mit ihr zu sprechen, aber keinem Familienmitglied wurde gestattet, sie zu sehen oder mit ihr zu sprechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natalie wird derzeit im Damon-Gefängnis festgehalten, wo palästinensische Frauen laut einer Erklärung der palästinensische Gefangenenorganisation &#8222;Palestinian Commission of Detainees and Ex-Detainees Affairs&#8220; aus der vergangenen Woche sehr harten Bedingungen ausgesetzt sind und ihnen grundlegende, durch das Völkerrecht garantierte Menschenrechte vorenthalten werden. Israel verweigert ihr weiterhin den persönlichen Zugang zu ihrem Anwalt. Wir sind zutiefst besorgt um ihre Sicherheit und ihr Wohlergehen. Ihr nächster Gerichtstermin ist für den 22. Juli angesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl die anderen mit ihr inhaftierten Frauen ebenfalls weiterhin im Gefängnis sind, liegen uns keine wesentlichen Informationen über ihren Status vor, da ihre Fälle nun von dem von Natalie und voneinander getrennt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Namen der ELCJHL schließe ich mich Natalies Familie an und fordere weiterhin ihre sofortige und bedingungslose Freilassung. In der Zwischenzeit bitten wir außerdem darum, dass jemand aus Natalies Familie oder der Kirche sie besuchen darf, um ihr die notwendige Unterstützung und Fürsorge zukommen zu lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir rufen euch, unsere Freunde und Partner auf der ganzen Welt, dazu auf, euch weiterhin bei allen Amtsträgern in euren Netzwerken für Natalie einzusetzen und Zugang für ihre Familie und ihren Anwalt, faire und transparente Gerichtsverfahren sowie die Beendigung dieser ungerechten Inhaftierung zu fordern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bitte betet weiterhin und setzt euch für Gerechtigkeit ein, ganz in den Fußstapfen Christi.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Bischof Dr. Imad Haddad</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jerusalemsverein.de/natalie-abudayyeh-weiterhin-in-haft/">Natalie Abudayyeh weiterhin in Haft</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jerusalemsverein.de">Jerusalemsverein im Berliner Missionswerk</a>.</p>
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		<title>Für einen gerechten Frieden: Erfahrungen aus Palästina und Israel</title>
		<link>https://www.jerusalemsverein.de/fuer-einen-gerechten-frieden-erfahrungen-aus-palaestina-und-israel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[henrikweinhold1007]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 13:23:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.jerusalemsverein.de/?p=23908</guid>

					<description><![CDATA[<p>Im Rahmen der Online-Gesprächsreihe des Berliner Missionswerks berichten Mia und Rabir am 29. Juni 2026 um 19 Uhr von ihrem Einsatz als Ökumenische Begleiter:innen in Palästina und Israel. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jerusalemsverein.de/fuer-einen-gerechten-frieden-erfahrungen-aus-palaestina-und-israel/">Für einen gerechten Frieden: Erfahrungen aus Palästina und Israel</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jerusalemsverein.de">Jerusalemsverein im Berliner Missionswerk</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen der Online-Gesprächsreihe des Berliner Missionswerks berichten Mia und Rabir am 29. Juni 2026 um 19 Uhr von ihrem Einsatz als Ökumenische Begleiter:innen in Palästina und Israel. <a href="https://eu01web.zoom.us/j/63826290072?pwd=ghPnCDfWQDoAROS3MthqC5w3zJBaQZ.1" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>Hier können Sie online teilnehmen &gt;&gt;</strong></a><br><br>Von November 2025 bis Januar 2026 waren sie im Auftrag des Berliner Missionswerks für das Ecumenical Accompaniment Programme in Palestine and Israel (EAPPI) des Ökumenischer Rat der Kirchen in den South Hebron Hills tätig. Während des Online-Abends geben sie Einblicke in ihre Erfahrungen vor Ort: in die Arbeit der schützenden Präsenz und Solidarität, die Menschenrechtsbeobachtung und Berichterstattung sowie in Begegnungen mit Akteur:innen der israelischen und palästinensischen Zivilgesellschaft. Darüber hinaus berichten sie über Möglichkeiten, sich durch Advocacyarbeit für einen gerechten Frieden in Palästina und Israel zu engagieren.<br><br>Das Ökumenische Begleitprogramm in Palästina und Israel (EAPPI) unterstützt lokale und internationale Bemühungen, die israelische Besatzung zu beenden und zu einer Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts auf Grundlage eines gerechten Friedens beizutragen. Grundlage der Arbeit sind das Völkerrecht und die einschlägigen Resolutionen der Vereinten Nationen.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Online-Gesprächsreihe des Berliner Missionswerks</strong></li>



<li><strong>Für einen gerechten Frieden – Im Einsatz als Ökumenische Begleiter:innen in Palästina und Israel</strong></li>



<li><strong>Montag, 29. Juni 2026, 19 Uhr</strong></li>



<li><a href="https://eu01web.zoom.us/j/63826290072?pwd=ghPnCDfWQDoAROS3MthqC5w3zJBaQZ.1" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>Online via Zoom-Link</strong></a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Das Online-Gespräch ist eine Veranstaltung der Gesprächsreihe <strong>„Raum geben oder klare Kante? Kirche in der Zivilgesellschaft“</strong> des Berliner Missionswerkes. <a href="https://www.berliner-missionswerk.de/publikationen/online-gespraechsreihe" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Aufzeichnungen der bisherigen Gespräche und Termine der geplanten Gespräche finden Sie hier &gt;&gt;</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Weiterführende Informationen zum Begleitprogramm bietet das <a href="https://www.eappi-netzwerk.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">EAPPI-Netzwerk Deutschland</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jerusalemsverein.de/fuer-einen-gerechten-frieden-erfahrungen-aus-palaestina-und-israel/">Für einen gerechten Frieden: Erfahrungen aus Palästina und Israel</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jerusalemsverein.de">Jerusalemsverein im Berliner Missionswerk</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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