19.05.2026 | Seit Jahren nehmen wirtschaftliche Not und Armut im Westjordanland zu – unter anderem durch den Einbruch des zuvor bedeutenden Tourismussektors und die eingeschränkten Möglichkeiten für Palästinenser, in Israel einer Lohnarbeit nachzugehen. Die Diakonie der Evangelisch‑Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land (ELCJHL) begegnet diesen Herausforderungen mit einem breiten Ansatz: Neben Hilfen für Lebensmittel und medizinische Versorgung gehören auch seelsorgerliche Begleitung und Gemeinschaft stiftende Angebote zur Arbeit.
Ein Kochtherapie‑Programm für Mütter
Ein Beispiel dafür ist das Kochtherapie‑Programm „Cooking to Cure“, mit dem die Diakonie Mütter bei der Bewältigung ihres belasteten Alltags unterstützt hat. In sechs Sitzungen von November bis Februar erlernten die Teilnehmerinnen neue Kochtechniken und stärkten zugleich Achtsamkeit, Kreativität und persönliche Ressourcen in einem geschützten Rahmen.

In der Zusammenarbeit mit einer Psychologin und der Diakonie‑Köchin wurde Kochen als Ausdruck von Fürsorge, Würde und Beziehung verstanden. Die Mütter erlebten Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung, was vor dem Hintergrund von Krieg und wirtschaftlicher Not gezielt Resilienz und Selbstvertrauen stärkte.
Selbstversorgung mit eigenen Obst- und Gemüsekonserven
Auch die Gehörlosengemeinschaft der ELCJHL profitiert von praxisnahen Angeboten. In Zusammenarbeit mit dem Palingual Center organisiert die Diakonie eine Workshop‑Reihe zur Lebensmittelkonservierung. Angesichts anhaltender Konflikte und regionaler Instabilität erlernt die Gruppe Techniken zur Haltbarmachung von Obst und Gemüse, um ohne Kühlung einen Vorrat an gesunden Lebensmitteln anzulegen.
Darüber hinaus setzte die ELCJHL‑Diakonie im April ihre Nothilfeprogramme fort. Familien in der Region erhielten Lebensmittelgutscheine, Unterstützung bei medizinischen Kosten sowie warme Mahlzeiten durch das laufende Programm „Hot Meals“, einen wöchentlichen mobilen Mittagstisch. Viele Haushalte stehen weiterhin vor großen Herausforderungen, da sich die wirtschaftliche Lage verschärft und die Preise für Lebensmittel, Medikamente und Transport weiter steigen.
Mit Ihrer Unterstützung kann die ELCJHL-Diakonie Notleidenden schnell und flexibel helfen.
Spendenkonto
Empfänger: Jerusalemsverein e.V.
Evangelische Bank
IBAN: DE66 5206 0410 0003 9097 60
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Familien in Not