Notstand im Auguste-Viktoria-Krankenhaus auf dem Ölberg

Eine ARD-Reportage berichtet über die aktuelle Notlage des Auguste-Viktoria-Krankenhauses auf dem Ölberg. Viele schwerkranke Patientinnen und Patienten könnten derzeit nicht behandelt werden, weil ein EU-Kommissar Zahlungen blockiere.

Sogar die Schließung droht: Das Auguste-Viktoria-Krankenhaus auf dem Ölberg in Ost-Jerusalem ist zurzeit finanziell besonders stark angeschlagen, weil zugesagte EU-Gelder nicht ausgezahlt worden sind. Laut Recherchen der Reporter:innen hält der ungarische EU-Kommissar Olivér Várhelyi  die Mittel zurück. Seine Begründung: Palästinensische Schulbücher hätten antisemitische Tendenzen und müssten überarbeitet werden. Das Krankenhaus muss als Konsequenz die Behandlung von Krebspatientinnen und -patienten unterbrechen.

Das Auguste-Viktoria-Krankenhaus behandelt Patient:innen, die von der Palästinensischen Autonomiebehörde überwiesen werden. Getragen wird es vom  Lutherischen Weltbund. Ohne finanzielle Hilfen der USA und der EU sowie internationale kirchliche Unterstützung könnte der Betrieb nicht aufrecht erhalten werden. Da in den vergangenen Jahren die palästinensische Regierung dem Auguste-Viktoria-Hospital viel Geld schuldete und die Klinik hohe Summen für Medikamente vorfinanziert hatte, musste das AVH bereits 2017 schwer kranke Patient:innen ablehnen. Damals wie heute war kein Geld mehr für Therapien da.

Spenden für das Auguste-Viktoria-Krankenhaus sammelt der Lutherische Weltbund unter folgendem Spendenkonto:

Spendenkonto DNK/LWB
IBAN: DE21 5206 0410 0000 4195 40
BIC: GENODEF1EK1
Bank: Evangelische Bank
Stichwort: Auguste Viktoria Krankenhaus

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Krankenhaus in Ost-Jerusalem: Triage-Entscheidungen, jeden Tag (Tagesschau, 21.05.2022) >>