26.08.2026 | Für ihre langjährige ehrenamtliche Arbeit im Jerusalemsverein sowie für die Kirche und die CDU hat der Bundespräsident der stellvertretenden Vorsitzenden Sybille Möller-Fiedler das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Sybille Möller-Fiedler wurde am 24. August 2026 das Bundesverdienstkreuz von Staatsrat Jan Pörksen im Hamburger Rathaus überreicht.
Die stellvertretende Vorsitzende des Jerusalemsvereins ist seit einem Freiwilligendienst bei Holocaustüberlebenden 1982/1983 und einem Schüleraustausch ihrer Kirchengemeinde Hamburg-Eidelstedt mit der Schule Talitha Kumi in Beit Jala (Palästina) eng mit dem Heiligen Land verbunden. Seit 2016 ist sie Mitglied im Vorstand des Jerusalemsvereins.
In ihrer Dankesrede betonte Sybille Möller-Fiedler, dass sie in ihrem Engagement immer wieder die Erfahrung mache, dass es für ein gelingendes Miteinander in Vielfalt Begegnungen von Menschen braucht. Dies gelte in Deutschland wie überall auf der Welt. Bei ihrer Arbeit für den Jerusalemsvereins müsse sie aber ein zunehmendes Abhandenkommen des Miteinanders der verschiedenen Bevölkerungsgruppen im Heiligen Land feststellen.
Mit Entsetzen verfolge sie die Menschenrechtsverletzungen im Heiligen Land: erst das schreckliche Massaker der Hamas, dann der anschließende Gaza-Krieg und die in letzter Zeit dramatisch eskalierende Siedlergewalt im Westjordanland, der kein Einhalt geboten werde. Es sei weder antisemitisch noch israelfeindlich, das menschen- und völkerrechtswidrige Verhalten der in Teilen rechtsextremen israelischen Regierung zu kritisieren, so Möller-Fiedler. „Wenn uns hier in Deutschland Menschenrechte und das nach dem zweiten Weltkrieg geschaffene internationale Völkerrecht am Herzen liegen, müssen wir deutlicher werden. Auch, aber nicht nur unseren christlichen Glaubensgeschwistern zuliebe. Worte reichen nicht mehr – es ist Zeit zum Handeln. Zeit für Sanktionen!“
Sybille Möller-Fiedler betonte, dass Deutschland aufgrund der Geschichte eine besondere Verantwortung für den Staat Israel habe. „Dies könne aber nicht bedeuten, dass wir hinwegschauen über das Unrecht, das gerade geschieht: Menschenrechte und Menschenwürde sind unteilbar und gelten für alle, für Israelis wie für Palästinenser.“
Foto: Felix Fiedler