Osterfeiern der ELCJHL überschattet: Verhaftung eines Schülers der ELS Beit Sahour

Amir-Jamal-Al-Daraawi, ein Jugendlicher mit kurzen dunklen Haaren und kurzem Bart, trägt eine Robe mit dem Logo der Evangelischen Schule in Beit Sahour.

Ostermontag wurde Amir Jamal Al-Daraawi, der eine 12. Klasse der Evangelisch-Lutherischen Schule in Beit Sahour besucht, von israelischem Militär zusammen mit seinem Vater verhaftet. Zuvor griffen israelische Siedler palästinensische Dorfbewohner an. Am Dienstag kam der Schüler wieder frei.

Bischof Dr. Imad Haddad rief in einer Stellungnahme die internationale Gemeinschaft dazu auf, Maßnahmen gegen die wachsende Siedlergewalt und die Ausbreitung von illegalen Siedlungen zu ergreifen. Haddad schrieb:

Am Ostermontag erfuhren wir mit großer Besorgnis und Entsetzen von der Festnahme von Amir Jamal Al-Daraawi, einem Schüler der 12. Klasse der Evangelisch-Lutherischen Schule in Beit Sahour, und seines Vaters durch das israelische Militär.

Ersten Berichten zufolge errichteten israelische Siedler illegal einen Außenposten in einem palästinensischen Dorf in der Nähe von Beit Sahour, bedrängten die Bewohner und sprühten Tränengas gegen sie. Amir und sein Vater, Herr Jamal Al-Daraawi, gehörten zu einer Gruppe von Anwohnern, die sich für die Angegriffenen einsetzten. Die Siedler riefen israelische Soldaten herbei, die Amir und seinen Vater festnahmen.

Als Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land fordere ich die sofortige Freilassung von Amir und den anderen Festgenommenen. Als Kirche stehen wir in gebeterfüllter Solidarität mit der Familie Al-Daraawi und der Schulgemeinaft der ELS Beit Sahour und unterstützen unmissverständlich ihre Forderungen nach Amirs Freilassung. Wir beten für Amirs Sicherheit und für eine rasche Rückkehr zur Schule an der Seite seiner Klassenkameraden, die sich auf den Abschluss im nächsten Monat vorbereiten, und seiner Lehrer.

Dies ist kein Einzelfall. Wir sind zunehmend beunruhigt über die gewalttätigen Aktionen israelischer Siedler im gesamten Westjordanland, die in den letzten Monaten erheblich zugenommen haben. Mit großer Besorgnis beobachten wir den Bau einer neuen israelischen Siedlung in Beit Sahour, die die Sicherheit, die Lebensgrundlage und die Präsenz der dortigen Palästinenser bedroht, darunter auch die Gemeindschaft der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Beit Sahour und der Evangelisch-Lutherischen Schule. Wir fordern sofortiges und entschlossenes Handeln von internationalen Regierungen, religiösen Führern und allen Menschen guten Willens, um das Recht der Palästinenser auf ein Leben in Sicherheit auf ihrem eigenen Land zu schützen, wie es durch das Völkerrecht garantiert ist.

Bischof Dr. Imad Haddad
Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land

Im Dezember 2025 berichteten wir über die Errichtung eines Außenpostens durch Siedler bei Beit Sahour und Pläne für eine neue Siedlung.

Osterbotschaft der Patriarchen und Kirchenoberhäupter in Jerusalem

02.04.2026 | Angesichts des Krieges im Iran und seiner zerstörerischen und tödlichen Auswirkungen erinnern die Kirchenführer in Jerusalem daran, dass mit der Auferstehung Christi der Tod nicht das letzte Wort hat.

„Gepriesen sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus! Nach seiner großen Barmherzigkeit hat er uns wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten …“ (1. Petrus 1,3)

In den Wochen vor der diesjährigen Erinnerung an Tod und Auferstehung Christi hat ein neuer, verheerender Krieg das Heilige Land und den gesamten Nahen Osten erneut in Chaos gestürzt. Jeder Tag bringt eine weitere Eskalation – ein unerbittlicher Kreislauf aus Tod, Zerstörung und unvorstellbarem Leid, der eine weltweite wirtschaftliche Not nach sich zieht. Aus dem schwarzen Rauch dieser wachsenden Trümmer ist eine tiefe Finsternis über unsere Region hereingebrochen, so erstickend wie die Luft im verschlossenen Grab des gekreuzigten Christus. Es scheint, als habe selbst die Hoffnung uns verlassen.

Doch wie die Heilige Schrift lehrt und unser Glaube offenbart, war die Verzweiflung des Grabes nicht das Ende der Geschichte. Der Tod hatte nicht das letzte Wort. Durch die Macht Gottes ist Christus siegreich vom Tod auferstanden und hat die Fesseln von Sünde und Tod zerrissen. Wie der Apostel Paulus schreibt: „Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind.“ (1. Korinther 15,20)

Als Folge schenkt Gott allen, die im Glauben zum auferstandenen Herrn aufblicken, eine Wiedergeburt zu einer lebendigen Hoffnung. (1. Petrus 1,3)

Angesichts dieser katastrophalen Zeiten bekräftigen wir, die Patriarchen und Kirchenoberhäupter in Jerusalem, diese mächtigen und ermutigenden Worte als Kern unserer Osterbotschaft – für unsere Gemeinden und für Christen weltweit. Denn: „So sind auch wir mit Christus auferweckt, damit wir in einem neuen Leben wandeln.“ (Römer 6,4b)

Im Geiste dieser tiefen Wahrheit rufen wir die Gläubigen und alle Menschen guten Willens auf, unermüdlich für die Linderung des Leidens unzähliger Menschen, die durch die Verwüstungen des Krieges im Nahen Osten und darüber hinaus betroffen sind, zu beten und zu arbeiten. Gleichzeitig appellieren wir an sie, sich für ein sofortiges Ende der Gewalt einzusetzen und für Gerechtigkeit und Frieden in unserer von Krieg zerrissenen Region zu wirken – beginnend in Jerusalem, bis nach Gaza, im Libanon und im gesamten Heilige Land; in den Golfstaaten und Teheran; bis an die Enden der Erde.

Abschließend erinnern wir an die Worte des Apostels Paulus, der inmitten unzähliger Prüfungen schrieb: „Wir werden von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht. Uns ist bange, aber wir verzweifeln nicht. Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen. Wir werden niedergeschlagen, aber wir kommen nicht um. Allzeit tragen wir das Sterben Jesu an unserem Leibe, damit auch das Leben Jesu an unserem Leibe offenbar werde.“ (2. Korinther 4,8–10)

Mit diesem tiefen Vertrauen in die verwandelnde Kraft der Auferstehung Christi tauschen wir – inmitten unserer eigenen Qualen – den uralten Ostergruß aus, der seit jeher durch die Ewigkeit hallt:

„Christ is Risen! (Al Maseeh Qam! Christos Anesti! Christos haryav I merelotz! Pekhrestos aftonf! Christ est Ressuscité! Cristo è risorto! Christus resurrexit! Meshiha qam! Christos t’ensah em‘ muhtan! Christus ist auferstanden!) He is Risen, indeed! Alleluia!“

Die Patriarchen und Kirchenoberhäupter in Jerusalem

Englischsprachige Osterbotschaft >>

Titelbild: Die Auferstehung Christi. Wangemälde von Giovanni Domenico Tiepolo.

Bischof Haddad verurteilt israelisches Gesetz zur Todesstrafe

Bischof Dr. Imad haddad (ELCJHL)

02.04.2026 | Ende März 2026 hat das israelische Parlament ein Gesetz verabschiedet, das die Todesstrafe für Palästinenser in den palästinensischen Gebietes vorsieht, die einen Mord aus terroristischen Motiven begehen. Bischof Dr. Imad Haddad (ELCJHL) hat das Gesetz scharf kritisiert.

Haddad schreibt in einem offenen Brief an die weltweiten Partner der ELCJHL:

Am Montag, dem 30. März, verabschiedete Israels Knesset ein Gesetz, das die Todesstrafe für palästinensische Häftlinge vorsieht. Dieses diskriminierende Gesetz ist so formuliert, dass es ausschließlich auf Palästinenser angewandt wird – und zwar nach Ermessen israelischer Militärgerichte. Die Militärgerichte, die für die Durchsetzung dieses Gesetzes zuständig sind und in denen nur Palästinenser angeklagt werden, sind bekannt dafür, grundlegende Rechtsstaatlichkeit zu missachten. Sie weisen eine Verurteilungsrate von etwa 96 Prozent auf, die auf Geständnissen beruht, die unter Zwang und Folter erpresst wurden – ein Vorgehen, das von vielen Menschenrechtsorganisationen scharf verurteilt wird. Der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte erklärt, dass die Anwendung dieses Gesetzes ein Kriegsverbrechen darstellen würde.

Während wir uns darauf vorbereiten, Ostern zu feiern – das Wunder des leeren Grabes –, bereitet unser Volk Gräber für diejenigen vor, die von diesem unmenschlichen Beschluss betroffen sein werden. Als Christen lehnen wir die Ideologie von „Auge um Auge“ ab. Als Palästinenser, die die entwürdigenden Bedingungen in israelischen Gefängnissen und die ungerechten Mechanismen der Militärgerichte kennen, fürchten wir um die vielen Unschuldigen, die unweigerlich aufgrund dieser Anordnung hingerichtet werden.

In unserem Glauben an die Heiligkeit und Würde jedes menschlichen Lebens stellen wir uns entschlossen gegen jede Form von Tötung – auch durch den Staat. Während diejenigen, die dieses Gesetz entworfen und verabschiedet haben, in den Korridoren der Macht mit Sekt auf den Tod anstoßen, verkünden wir vom Fuße des Kreuzes aus ein Evangelium des Lebens.

Jetzt ist der Moment, in dem wir Sie, unsere Partner, dringend bitten, mutig Stellung zu beziehen: Schreiben Sie, setzen Sie sich öffentlich ein und verurteilen Sie dieses Unrecht. Lassen Sie nicht zu, dass der Tod das letzte Wort hat. Stehen Sie fest zu unserem gemeinsamen Bekenntnis zu einem Leben in Fülle – für alle.

Bischof Dr. Imad Hadad

Englischsprachige Stellungnahme von Bischof Haddad >>

Osterfest in Jerusalem mit starken Einschränkungen

Blick auf die Dächer der Altstadt Jerusalems mit den Kuppeln der Grabeskirche.

02.04.2026 | Aus Sicherheitsgründen können nur wenige Gläubige an den Ostergottesdiensten in Jerusalem teilnehmen. Am Palmsonntag löste die israelische Polizei einen Eklat aus, als sie zwei hochrangigen Kirchenvertretern den Zutritt zur Grabeskirche verweigerte.

Auf einer Pressekonferenz in der Karwoche erläuterten der Lateinische Patriarch, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, und der Kustos des Heiligen Landes, Pater Francesco Ielpo, die von den israelischen Behörden auferlegten Sicherheitsbestimmungen für das Osterfest in Jerusalem.

Zuvor, am Palmsonntag, hatte die israelische Polizei beiden Kirchenführern den Zugang zur Grabeskirche verweigert – ein Vorfall, der auf höchster diplomatischer Ebene für starke Verstimmung sorgte. Die Polizei rechtfertigte ihr Vorgehen zunächst mit Sicherheitsrisiken angesichts des anhaltenden Iran-Kriegs. Nach scharfer Kritik griff Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ein und stellte klar, dass die Geistlichen uneingeschränkten Zutritt zur Grabeskirche erhalten sollten. Bei einem Gespräch im Vatikan glätteten der vatikanische Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und der Außenbeauftragte, Erzbischof Paul Richard Gallagher, gemeinsam mit Israels Botschafter Yaron Sideman die Wogen. Anschließend besprachen Kirchenführer in Jerusalem mit den israelischen Behörden die Sicherheitsmaßnahmen für das Osterfest.

Zu den Osterfeierlichkeiten werden in der Grabeskirche nur die dort ansässigen Geistlichen und sehr wenige Besucher zugelassen. Die Gläubigen können die Gottesdienste per Livestream verfolgen. Für alle anderen Kirchen gelten flexiblere Bestimmungen. Kardinal Pizzaballa betonte auf der Pressekonferenz, es liege im Ermessen der Pfarrer, „vor Ort das Mögliche zu tun, um den Gläubigen die Teilnahme an den Osterriten zu ermöglichen“. Gleichzeitig erinnerte er an die historische Verantwortung Israels für den Schutz der Heiligen Stätten und forderte einen „kontinuierlichen Dialog“, um die Religionsfreiheit aller Glaubensgemeinschaften zu wahren.

Quellen

Eklat um Grabeskirche in Israel
https://www.tagesschau.de/ausland/asien/pizzaballa-jerusalem-grabeskirche-100.html
tagesschau.de, 30.03.2026

Pizzaballa informiert über Osterfeiern mit Einschränkungen
https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2026-04/pizzaballa-informiert-uber-osterfeiern-mit-einschrankungen.html
Vatican News, 01.04.2026

Foto: Blick auf die Dächer der Altstadt Jerusalems mit den Kuppeln der Grabeskirche. © Wolf Eckhard Miethke

Sumaya Farhat-Naser: Vorträge im April/Mai 2026 in Deutschland und der Schweiz

Sumaya Farhat-Naser mit Vorträgen und Publikumsgesprächen zu Gast in Deutschland Österreich und der Schweiz

Die palästinensische Friedensvermittlerin und Buchautorin Sumaya Farhat-Naser spricht ab dem 29. April 2026 in der Schweiz und ab dem 13. Mai in Deutschland über den Konflikt um Israel und Palästina.

Kontaktieren Sie bitte den jeweiligen Veranstalter zu Fragen bezüglich einer bestimmten Veranstaltung. Alle Angaben ohne Gewähr.

Vorträge von Sumaya Farhat-Naser in der Schweiz

29. April 2026, 19 Uhr
Frauenfeld TG
Verein Schweizer Standpunkt, Bahnhofplatz 65/67, 1. Stock

30. April 2026, 19 Uhr
Biel BE
Wyttenbachhaus, Jakob-Rosius-Strasse 1

4. Mai 2026, 19 Uhr
Frick AG
Reformierte Kirche, Mühlerain 10
ref-frick.ch

5. Mai 2026, 19 Uhr
Zürich
Evang.-ref. Kirche St. Jakob, Stauffacherstrasse 10

6. Mai 2026, 19:30 Uhr
Bern
Kirchgemeindehaus Paulus, Freiestrasse 20

7. Mai 2026, 18 Uhr
Adligenswil LU
Thomaskirche, Zentrum Teufmatt

8. Mai 2026, 19 Uhr
Bülach ZH
Ref. Kirchgemeindehaus, Grampenweg 5

9. Mai 2026, 10 Uhr
Sirnach TG
Institut für Personale Humanwissenschaften und Gesellschaftsfragen IPHG, Fischingerstrasse 66

11. Mai 2026, 19:30 Uhr
Turgi AG
Bibliothek, Weichlenstrasse 1A
Palästina: Zwischen Schweigen und Schmerz – Mut zur Hoffnung wagen

12. Mai 2026, 19 Uhr
Jona SG
Kath. Kirchgemeindehaus, Friedhofstrasse 3

Vorträge von Sumaya Farhat-Naser in Deutschland

13. Mai 2026, 19 Uhr
Köln
Domforum, Domkloster 3 / Domplatte

16. Mai 2026, 15 Uhr
Köln
Am Justizzentrum 5
Bürger im Gespräch

18. Mai 2026, 18 Uhr
Erlangen
Gemeindehaus St. Matthäus, Rathenaustraße 5a

20. Mai 2026, 19:30 Uhr
Stuttgart
Ökumenisches Zentrum, Allmandring 6

21. Mai 2026, 19 Uhr
Schorndorf
Martin-Luther-Haus, Friedrich-Fischer-Straße 1
Palästina – Zwischen Schweigen und Schmerz Mut zu hoffen wagen

26. Mai 2026, 19 Uhr
Großhansdorf
Evang.-luth. Kirchengemeinde, Alte Landstraße 20a

27. Mai 2026, 19 Uhr
Hamburg-Schnelsen
Albertinen Haus, Sellhopsweg 18–22

28. Mai 2026, 19 Uhr
Hamburg-Volksdorf
Evang.-luth. Kirchengemeinde, Rockenhof 5

29. Mai 2026, 19 Uhr
Hamburg-Altstadt
Evang.-ref. Kirche, Ferdinandstraße 21

Seit Jahrzehnten ist Sumaya Farhat-Naser eine wichtige Stimme der palästinensischen Friedensbewegung. In ihrer Heimat vermittelt sie mit Methoden der gewaltfreien Kommunikation in Frauengruppen und Jugendseminaren, wie Konflikte gewaltlos gelöst werden können. Ihre Arbeit wird seit Jahren vom Jerusalemsverein und dem Berliner Missionswerk unterstützt.

Gaza: Angriff aufs Gesundheitswesen

In einem vollkommen zerstörten Raum des Nasser Krankenhauses in Khan Younis liegen Trümmer auf der Erde, Leitungen hängen von der Decke herab. Durch eine Fensternische strahlt Licht in den Raum, der von drei Männern im Hintergrund inspiziert würde. Einer trägt eine blaue Weste mit der Aufschrift "Press". Bei einem israelischen Luftangriff im März 2025 wurde die Chirurgieabteilung des Krankenhauses stark beschädigt.

26.03.2026 | Die Realität in Israel und Palästina ist seit dem Hamas-Terrorangriff vom 7. Oktober 2023 von einer Kette unsagbarer Gewalt geprägt, die auch zur weitgehenden Zerstörung des Gesundheitssystems in Gaza geführt hat. Ein erschreckender Aspekt dieses Krieges sind die zahlreichen Inhaftierungen von Gesundheitsfachkräften und deren Behandlung in israelischen Gefängnissen.

Nach 665 Tagen Haft in israelischen Gefängnissen kam Dr. Ahmed Muhanna frei und kehrte in den Gazastreifen zurück. Ihn empfing ein Bild der Verwüstung, auch im al-Adwa-Krankenhaus, in dem er als Anästhesist und Notfallmediziner arbeitet. Es wurde im Laufe des Gaza-Krieges vom israelischen Militär belagert, gestürmt und beschossen. Am 21. November 2023 wurden bei einem Angriff mehrere Menschen getötet, darunter zwei Mediziner, die zu »Ärzte ohne Grenzen« gehörten. Im Dezember 2025 musste es die medizinische Versorgung wegen fehlender Stromversorgung vorübergehend einstellen. Funktionierende Geräte und Medikamente gab es ohnehin kaum. Dr. Muhanna erfuhr, dass 75 seiner Mitarbeitenden im Krieg getötet wurden. »Ich empfindet so viel Schmerz und Trauer angesichts dessen, was wir durchmachen«, sagte Muhanna gegenüber The Guardian.

Der renommierte Krankenhausarzt blickt selbst auf einen fast zweijährigen Leidensweg zurück. In israelischen Einrichtungen wie dem Gefangenenlager Sde Teiman wurde er misshandelt, gedemütigt und ausgehungert. Einmal wurde er so hart zusammengeschlagen, dass er sich eine Rippe brach. In solchen Fällen gab es keine medizinische Versorgung. Bis heute weiß Dr. Muhanna nicht, welche Vergehen ihm vorgeworfen wurden.

Zerstörung von Krankenhäusern

Sein Schicksal und das seines Krankenhauses sind im Gaza-Krieg keineswegs Einzelfälle. Nach UN-Angaben wurden 94 % der Krankenhäuser beschädigt oder zerstört. Es kam zu Zwangsräumungen, die auch Schwerstverletzte und -kranke einschlossen. Krankenhäuser wurden bombardiert, vom Boden aus sowie durch Scharfschützen beschossen. Medizinische Geräte wurden zerstört – Ende 2025 gab es keinen funktionierenden Kernspintomographen und nur ein CT-Gerät in Gaza. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza wurden insgesamt mehr als 1.700 medizinische Fachkräfte im Krieg getötet.

Tötung von medizinischem Personal in Gaza

Der Direktor des Indonesischen Krankenhauses, Dr. Marwan Sultan, wurde am 3. Juli 2025 bei einem israelischen Luftangriff auf sein Wohnhaus in Gaza-Stadt getötet, zusammen mit mehreren Familienmitgliedern. Das israelische Militär behauptete, ein »Hamas-Terrorist« sei das Ziel gewesen, doch Augenzeugen berichten, dass nur Sultans Zimmer direkt getroffen wurde.

Bei einem anderen Vorfall am 23. März 2025 töteten israelische Soldaten 15 palästinensische Rettungskräfte in Rafah und begruben sie in einem Massengrab. Die Rettungsfahrzeugen waren in einem Konvoi unterwegs, um Verletzte nach einem Angriff zu bergen, als sie umstellt und beschossen wurden. Das Militär behauptete, es habe verdächtige Fahrzeuge angegriffen und dabei angeblich Hamas-Kämpfer getötet – doch unter den Opfern waren ausschließlich Sanitäter. Eine bei den Toten entdeckte Videoaufzeichnung zeigte, dass Rettungsfahrzeuge und -kräfte eindeutig als solche erkennbar waren und mit Blaulicht fuhren. Nach internen Untersuchungen der israelischen Streitkräfte wurde eingeräumt, dass es zu Fehlern der beteiligten Militärs kam.

Inhaftierung von Ärzten und anderen medizinischen Fachkräften: Berichte über Misshandlungen und Folter

Mehr als 300 medizinische Fachkräfte aus Gaza wurden während des Krieges inhaftiert. 24 von ihnen haben Anwälte der israelischen NGO Physicians for Human Rights Israel in Haftanstalten besucht und interviewt. Die meisten wurden in ihren Krankenhäusern festgenommen und unter Schlägen und Demütigungen in ein Gefängnis gebracht. Dort mussten sie über lange Zeiträume mit verbundenen Augen, gefesselt und kniend in ihren Zellen ausharren. Misshandlungen und Folter, beispielsweise mit Elektroschocks, gehörten zum Alltag. Es kam auch zu sexueller Gewalt.

Dr. N.T. (die Namen werden in dem Bericht nicht vollständig genannt), Chefchirurg im Nasser-Krankenhaus, sagte im Interview: »In jeder Phase unserer Haft erlitten wir Schläge, auch mit Schlagstöcken, Hunde wurden auf uns gehetzt; kochendes Wasser wurde über uns gegossen.« Es gab auch Todesfälle in Haft: beispielsweise starben zwei angesehene Ärzte – Dr. Iyad al-Rantisi, Oberarzt für Gynäkologie und Geburtshilfe im Kamal-Adwan-Krankenhaus, und Dr. Adnan al-Bursh, Leiter der orthopädischen Abteilung im al-Shifa-Krankenhaus.

Einigen der Interviewten wurden Rippen gebrochen. Verletzungen, chronische Krankheiten und gesundheitliche Probleme aufgrund der miserablen hygienischen Bedingungen – viele Häftlinge leiden unter schweren Formen von Krätze – wurden gar nicht oder unzureichend behandelt. Die Nahrungsmittelrationen waren einseitig und klein. Einige berichteten, dass die Gewalt zunahm, als die israelischen Soldaten herausfanden, dass ein Gefangener ein Arzt war.

Die Verhöre des gefangenen medizinischen Personals konzentrierten sich auf Informationen zu den Umständen in Gaza – Hamas-Strukturen, Tunnelsysteme, israelische Geiseln, Krankenhausgebäude – nicht auf etwaige persönliche Vergehen der Inhaftierten. Der Rettungssanitäter K.N. beschrieb seine Verhöre: » Eine Woche lang wurde ich im ‚Disco-Raum‘ verhört, wo die Musik immer ohrenbetäubend laut war. Bei einer Sitzung verprügelten sie mich so schwer, dass mir eine Zahnfüllung herausfiel. Sie verprügelten mich fast zu Tode. Sie drohten, meiner Familie und meinen Eltern etwas anzutun.«

Die Aussagen in diesen Interviews decken sich mit Zeugnissen von Häftlingen gegenüber der Presse, wie The Guardian, oder Nichtregierungsorganisationen wie Amnesty International. Auch israelische Whistleblower – Soldaten oder Ärzte, die in den Gefängnissen arbeiteten – berichteten über die schweren Misshandlungen von Häftlingen. Yoel Donchin, ein Arzt, der Häftlinge aus dem Gefangenenlager Sde Teiman behandelte, berichtete gegenüber dem israelischen Sender KAN von Verletzungen, die auf Misshandlungen zurückzuführen seien.

Israel behauptet, Krankenhäuser sind Stützpunkte der Hamas

Israel begründet die Angriffe auf Krankenhäuser und die Verhaftung des Personals mit der Behauptung, Krankenhäuser seien Hamas-Kommandostellen. Hierfür wurden nur sehr rudimentäre und nicht unabhängig geprüfte Beweise vorgelegt, wie der Fund einzelner Waffen. Völkerrechtlich können Krankenhäuser ihren Schutzstatus verlieren, wenn sie militärisch genutzt werden. Militärische Operationen müssen in diesem Fall aber verhältnismäßig sein. Bei den Verhaftungen wird das Gesetz über »Unlawful Combatants« (irreguläre Kämpfer) angewandt, das den Gefangenen grundlegende Rechte entzieht, da sie weder als Kriegsgefangene noch als Zivilisten geschützt sind. Diese Haft ist unbefristet und ohne Anklage möglich.

Verhaftungen wegen Folter im Militärgefangenenlager Sde Teiman

In einem Fall haben die Berichte über exzessive Gewalt in Gefängnissen zu einer Anklage gegen fünf israelische Reservisten geführt, denen die Misshandlung eines palästinensischen Häftlings im Militärgefangenenlager Sde Teiman vorgeworfen wird. Der Gefangene wurde schwer verletzt. Er erlitt unter anderem einen Lungenriss und gebrochene Rippen. Der Fall kam durch ein Video von Sicherheitskameras an die Öffentlichkeit, das die Misshandlungen zeigt. Die Veröffentlichung des Videos war in Israel umstritten und führte zum Rücktritt der obersten israelischen Militäranwältin. Ein Soldat wurde im Februar 2025 zu sieben Monaten Haft verurteilt.

Durch den Angriff auf das Gesundheitswesen steht in Gaza einer geschwächten Bevölkerung mit vielen Schwerverletzten und chronisch Kranken, die schon lange nicht mehr behandelt wurden, eine stark limitierte Zahl an schlecht ausgestatteten Gesundheitseinrichtungen gegenüber. Nur die Hälfte der Krankenhäuser sind in Betrieb – mit großen Einschränkungen durch den Mangel an Geräten, Medikamenten, Strom und dem geschwächten Personal. Neu eingerichtete Feldhospitäler können die Notsituation nur ein wenig lindern. »Ich bin Arzt, aber ich bin hilflos und nicht in der Lage, etwas zu tun, das Menschen helfen kann«, sagt Dr. Muhanna, der nach 665 Tagen Haft freikam, angesichts der desaströsen Verhältnisse. Gleichzeitig sagt er, dass gerade diese Umstände ihn motivieren, weiterzuarbeiten.

Henrik Weinhold

Der Beitrag ist in der Ausgabe 1/2026 unserer Zeitschrift Im Lande der Bibel erschienen.

Titelfoto: Bei einem israelischen Luftangriff im März 2025 wurde die Chirurgieabteilung des Nasser Krankenhauses in Khan Younis stark beschädigt. (Anas-Mohammed/Shutterstock.com)

Quellen und Links

Berichterstattung in The Guardian über die Gefangennahme medizinischen Personals

‘No staff, no equipment, no medicine’: a doctor on returning to Gaza after 665 days in an Israeli prison
The Guardian, 12.01.2026

More than 160 Gazan medics held in Israeli prisons amid reports of torture
The Guardian, 25.02.2025

Rising number of doctors among hundreds of medical staff detained in Gaza, say rights groups
The Guardian, 26.07.2025

No rules: Gaza’s doctors say they were tortured, beaten and humiliated in Israeli detention
The Guardian, 25.02.2025

Interviews der Physicians for Human Rights mit gefangenem medizinischem Personal

Torture of Medical Staff from Gaza in Israel Report and Testimonies
Report (PDF)
Testimonies (PDF)
Physicians for Human Rights, 26.02.2025

Angriff auf Rettungswagen

Israeli troops killed 15 Palestinian medics and buried them in a mass grave, UN says
AP News, 31.03.2025

Gaza: Israel gesteht „Fehler“ bei Beschuss auf Rettungswagen
ZDFheute, 20.04.2025

Tod von Dr. Marwan Sultan

Gaza hospital director killed in Israeli strike, relative says
BBC, 03.07.2025

Gaza doctor killed: Israeli bomb hits home of Marwan Sultan, relatives say
NBC News, 03.07.2025

Folter im Gefangenenlager Sde Teiman

Wurden palästinensische Häftlinge in Israel gefoltert?
tagesschau.de, 04.11.2025

Israel: Anklage gegen Soldaten wegen Misshandlung von Gefangenen
tagesschau.de, 05.11.2025

Israel: Haftstrafe für einen IDF-Soldaten nach Gewaltvorwürfen im Militärgefängnis Sde Teiman
Jüdische Allgemeine, 07.02.2025

Israels Militärabasis Sde Teiman: „Hier dürfen wir sie so richtig verprügeln“
Der Standard, 15.03.2026

Weitere Links und Quellen

Israel’s underground jail, where Palestinians are held without charge and never see daylight
The Guardian, 08.11.2025

OCHA: Humanitarian Situation Update (349) – Gaza Strip
UN OCHA, 18.12.2025

Reported Impact Snapshot – Gaza Strip, 18 February 2026
UN OCHA, 18.02.2026

Israel-Gaza: Doctors and surgeons detained in breach of international law
The Guardian, 25.02.2025

Israel/Gaza: Palästinensische Gefangene in Isolationshaft und Folter durch „Gesetz über ungesetzliche Kombattanten“
Amnesty International, 18.07.2024

Remembering our colleagues killed in Gaza
Ärzte ohne Grenzen (MSF), 05.03.2026

Two years of attacks on hospitals in Gaza
Ärzte ohne Grenzen (MSF), 05.03.2026 (Video)

Ehemalige Hamas-Geiseln erzählen von ihrem Überleben

Eli Sharabi und Aviva Siegel berichten über ihre Gefangenschaft als Geiseln. (Roded Shlomo/Pikiwiki Israel/CC BY 2.5 (l.), Maryland GovPics/ CC BY 2.0 (r.))

26.03.2026 | Einige der aus Gaza freigekommenen Geiseln sind mit Berichten und Interviews über die Zeit ihrer Gefangenschaft an die Öffentlichkeit getreten. Sie erzählen von Hunger, Enge, Isolation, Misshandlungen und auch von Folter sowie sexueller Gewalt. 

Eli Sharabi hat bisher als einziger ein Buch über seine Geiselhaft geschrieben. Er beschreibt in „491 Tage“ seine Verschleppung während des Hamas-Terrors am 7. Oktober 2023 und die Gefangenschaft – zunächst in einem Haus, dann im Tunnelsystem, wo Atemluft, Wasser und Essen knapp waren und die hygienischen Bedingungen menschenunwürdig. Die Bewacher wurden zunehmend nervös und aggressiv. Als er freikam, war er bis auf die Knochen abgemagert. Sharabi schreibt sehr sachlich über die Umstände seiner Gefangenschaft und die Überlebensstrategien in einer kleinen Gruppe mit Mitgefangenen.

Mia Schem, wurde beim Nova Festival als Geisel genommen und kam mit einer Schussverletzung nach Gaza. Sie erschien in einem Hamas-Propagandavideo, in dem sie unter Zwang positiv über die Bedingungen ihrer Gefangenschaft sprach. Nach ihrer Freilassung berichtet sie in einem längeren Interview mit einem israelischen Fernsehsender über Hunger, Erniedrigungen und die vollkommen unzureichende Behandlung ihrer schweren Verletzung.

Guy Gilboa‑Dalal spricht regelmäßig in Reden oder Interviews über seine Gefangenschaft in Gaza, die erst im Oktober 2025 endetet. Er sieht das als eine Art Therapie an, wie er sagt. Er schildert lange Monate in engen Tunneln voller Dunkelheit und Gestank sowie permanenten Hunger. So wie Amit Soussana, die der New York Times ein Interview gab, spricht er offen über sexuelle Gewalt durch die Bewacher.

Danielle Aloni, die mit ihrer kleinen Tochter Emilia festgehalten wurde, beschreibt einen Alltag in dem sie ständig versuchen musste, ihrem Kind inmitten von Dunkelheit Stabilität vorzuleben und ihre eigene Angst zu unterdrücken. Einige Wochen nach ihrer Freilassung führte sie mit einem israelischen Fernsehsender ein längeres Interview, auch die ARD berichtete über ich Schicksal.

Aviva Siegel war nach ihrer Freilassung sehr in der Öffentlichkeit präsent und setzte sich für die Freilassung ihrer damals noch in Geiselhaft verbliebenen Mitgefangenen ein, etwa in der Knesset. In Gaza musste sie in knapp zwei Monaten 13-mal den Ort wechseln. Sie hat in der Geiselhaft besonders darunter gelitten, mit anschauen zu müssen, wie ihr Ehemann Keith und mitgefangene Mädchen misshandelt wurden. Sie gab dem ZDF ein ausführliches Interview.

Henrik Weinhold

Der Beitrag ist in der Ausgabe 1/2026 unserer Zeitschrift Im Lande der Bibel erschienen.

Foto: Eli Sharabi und Aviva Siegel berichten über ihre Gefangenschaft als Geiseln. (Roded Shlomo/Pikiwiki Israel/CC BY 2.5 (l.), Maryland GovPics/ CC BY 2.0 (r.))

Quellen und Links

„Eli Sharabi: ‚491 Tage‘ – Vom Überleben“
https://www.deutschlandfunkkultur.de/buchkritik-eli-sharabi-491-tage-israel-gaza-krieg-geisel-100.html
Deutschlandfunk Kultur, 28.11.2025

Freed Israeli hostage Mia Schem in first interview since her release from Hamas captivity in Gaza
https://www.youtube.com/watch?v=y02xPRX6vCE
Video von חדשות 13 auf YouTube, o. D. (englische Untertitel)

Ehemalige Hamas-Geisel Gilboa-Dalal berichtet über seine Erlebnisse
https://www.tagesschau.de/video/video-1540906.html
tagesschau.de, 02.01.2026

„Ich werde diesen Leuten nie vergeben können“ (Guy Gilboa‑Dalal)
https://www.tagesschau.de/ausland/asien/hamas-geisel-112.html
tagesschau.de, 02.01.2026

Israeli woman who was held hostage by Hamas speaks out on her abduction and sexual assault in Gaza“ (Amit Soussana)
https://edition.cnn.com/2024/03/26/middleeast/amit-soussana-israeli-hostage-hamas-sexual-assault-intl
CNN, 26. März 2024

„Amit Soussana: ›Du hast mir das Leben gerettet‹“
https://www.juedische-allgemeine.de/israel/amit-soussana-du-hast-mir-das-leben-gerettet
Jüdische Allgemeine, 29.01.2025

In captivity in Gaza with a 6 year old girl (Danielle Aloni)
https://www.youtube.com/watch?v=xttfPD0Nkpc
Video von חדשות 13 auf YouTube, o. D. (englische Untertitel)

Geisel im Gazastreifen: Überlebende blickt zurück (Danielle Aloni)
https://www.youtube.com/watch?v=xSHRudu1XVY
Video von tagesschau auf YouTube, o. D.

„Lieber erschossen werden als zu ersticken“ (Danielle Aloni)
https://www.juedische-allgemeine.de/israel/lieber-erschossen-werden-als-zu-ersticken
Jüdische Allgemeine, 08.01.2024

Ex-Hamas-Geisel spricht über ihre Gefangenschaft | auslandsjournal (Aviva Siegel)
https://www.youtube.com/watch?v=Ba8tDNNsUvk
Video von ZDFheute auf YouTube, 08.10.2024

„Überlebende Aviva Siegel – ›Sie müssen uns Hoffnung geben‹“
https://www.spiegel.de/ausland/hamas-geisel-aviva-siegel-sie-muessen-uns-hoffnung-geben-a-abcb951a-185b-4276-8591-fcbd30d95a24
Der Spiegel, 06.12.2024

Wunden und Narben
https://www.juedische-allgemeine.de/israel/wunden-und-narben
Jüdische Allgemeine, 02.11.2025

Hamas-Geiseln berichten von Folter und Kartenspielen
https://www.n-tv.de/politik/Hamas-Geiseln-berichten-von-Folter-und-Kartenspielen-article26096658.html
n-tv, 14.10.2025