02.04.2026 | Angesichts des Krieges im Iran und seiner zerstörerischen und tödlichen Auswirkungen erinnern die Kirchenführer in Jerusalem daran, dass mit der Auferstehung Christi der Tod nicht das letzte Wort hat.
„Gepriesen sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus! Nach seiner großen Barmherzigkeit hat er uns wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten …“ (1. Petrus 1,3)
In den Wochen vor der diesjährigen Erinnerung an Tod und Auferstehung Christi hat ein neuer, verheerender Krieg das Heilige Land und den gesamten Nahen Osten erneut in Chaos gestürzt. Jeder Tag bringt eine weitere Eskalation – ein unerbittlicher Kreislauf aus Tod, Zerstörung und unvorstellbarem Leid, der eine weltweite wirtschaftliche Not nach sich zieht. Aus dem schwarzen Rauch dieser wachsenden Trümmer ist eine tiefe Finsternis über unsere Region hereingebrochen, so erstickend wie die Luft im verschlossenen Grab des gekreuzigten Christus. Es scheint, als habe selbst die Hoffnung uns verlassen.
Doch wie die Heilige Schrift lehrt und unser Glaube offenbart, war die Verzweiflung des Grabes nicht das Ende der Geschichte. Der Tod hatte nicht das letzte Wort. Durch die Macht Gottes ist Christus siegreich vom Tod auferstanden und hat die Fesseln von Sünde und Tod zerrissen. Wie der Apostel Paulus schreibt: „Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind.“ (1. Korinther 15,20)
Als Folge schenkt Gott allen, die im Glauben zum auferstandenen Herrn aufblicken, eine Wiedergeburt zu einer lebendigen Hoffnung. (1. Petrus 1,3)
Angesichts dieser katastrophalen Zeiten bekräftigen wir, die Patriarchen und Kirchenoberhäupter in Jerusalem, diese mächtigen und ermutigenden Worte als Kern unserer Osterbotschaft – für unsere Gemeinden und für Christen weltweit. Denn: „So sind auch wir mit Christus auferweckt, damit wir in einem neuen Leben wandeln.“ (Römer 6,4b)
Im Geiste dieser tiefen Wahrheit rufen wir die Gläubigen und alle Menschen guten Willens auf, unermüdlich für die Linderung des Leidens unzähliger Menschen, die durch die Verwüstungen des Krieges im Nahen Osten und darüber hinaus betroffen sind, zu beten und zu arbeiten. Gleichzeitig appellieren wir an sie, sich für ein sofortiges Ende der Gewalt einzusetzen und für Gerechtigkeit und Frieden in unserer von Krieg zerrissenen Region zu wirken – beginnend in Jerusalem, bis nach Gaza, im Libanon und im gesamten Heilige Land; in den Golfstaaten und Teheran; bis an die Enden der Erde.
Abschließend erinnern wir an die Worte des Apostels Paulus, der inmitten unzähliger Prüfungen schrieb: „Wir werden von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht. Uns ist bange, aber wir verzweifeln nicht. Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen. Wir werden niedergeschlagen, aber wir kommen nicht um. Allzeit tragen wir das Sterben Jesu an unserem Leibe, damit auch das Leben Jesu an unserem Leibe offenbar werde.“ (2. Korinther 4,8–10)
Mit diesem tiefen Vertrauen in die verwandelnde Kraft der Auferstehung Christi tauschen wir – inmitten unserer eigenen Qualen – den uralten Ostergruß aus, der seit jeher durch die Ewigkeit hallt:
„Christ is Risen! (Al Maseeh Qam! Christos Anesti! Christos haryav I merelotz! Pekhrestos aftonf! Christ est Ressuscité! Cristo è risorto! Christus resurrexit! Meshiha qam! Christos t’ensah em‘ muhtan! Christus ist auferstanden!) He is Risen, indeed! Alleluia!“
Die Patriarchen und Kirchenoberhäupter in Jerusalem
Titelbild: Die Auferstehung Christi. Wangemälde von Giovanni Domenico Tiepolo.