Gericht weist Petitionen gegen Seilbahnprojekt in Jerusalem zurück

Das Oberste Gericht Israels hat vier Petitionen gegen ein Seilbahnprojekt abgewiesen, das Westjerusalem mit der Jerusalemer Altstadt verbinden soll.

Eine Seilbahn soll das Gelände des alten Jerusalemer Bahnhofs im Westen der Stadt mit dem Dungtor nahe der Klagemauer verbinden. Das Projekt ist umstritten: Die israelische Verkehrsminister Merav Michaeli befürchtet, das es mehr Schaden anrichte als Nutzen habe, Vertreter der Religionsgemeinschaften kritisieren die Nähe der Streckenführung zu ihren Heiligen Stätten auf dem Tempelberg und dem Ölberg und Palästinenser eine zuhnehmende jüdisch-israelischen Dominanz in der Altstadt.

Nun hat das israelische Oberste Gericht mit der Zurückweisung von vier Petitionen grünes Licht für das Projekt gegeben. Der Bürgermeister von Jerusalem, Mosche Leon, zeigte sich erfreut über das Urteil. Er wolle den Bau der Seilbahn energisch vorantreiben.

Grünes Licht für umstrittenes Seilbahnprojekt in Jerusalem (Katholische Presseagentur, 15.05.2022) >>

 

Foto: Alter Jerusalemer Bahnhof: eine Seilbahn soll ihn mit der Klagemauer verbinden (CC BY 2.5) יהודית גרעין-כל